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Gemeinsame Sache bei Energie

umwelt im ggrDie Steffisburger machen bei der Förderung alternativer Energien seit längerem gemeinsame Sache mit Thun, Heimberg und Uetendorf. An dieser Strategie will der

Mit zwei Vorstössen, in denen die FDP/GLP-Fraktion sowie die EVP/EDU-Fraktion die Förderung von Solarstrom und Wasserkraft in der Gemeinde Steffisburg forderten, rannten die Volksvertreter beim Gemeinderat offene Türen ein. «Die Stossrichtung der Vorstösse fügt sich nahtlos in die gemeinderätliche Philosophie der letzten Jahre», sagte Gemeinderat Marcel Schenk (SP) an der gestrigen GGR-Sitzung. «Wir sehen aber einen etwas anderen Weg.» Tatsächlich macht Steffisburg in Energiefragen seit Jahren mit den Nachbarn Thun, Heimberg und Uetendorf gemeinsame Sache. So arbeiten sie aktuell einen überkommunalen Richtplan Energie aus. Darin werden Strategien aufgezeigt, wie erneuerbare Energien gefördert und die Energieeffizienz gesteigert werden können. Der Gemeinderat hat den Mitwirkungsbericht zum Richtplan im Frühling verabschiedet und dem kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung weitergeleitet. «Der Gemeinderat ist klar der Ansicht, dass das gemeinsame Konzept zielführender ist als die Umsetzung einzelner Massnahmen», sagte Schenk weiter und nahm damit den Initianten der Vorstösse buchstäblich den Wind aus den Segeln. «Eines müssen wir aber klar festhalten: Wir können der Netzulg AG keine Vorgaben bei der Preispolitik machen, wie dies in der Motion verlangt wird», sagte der Gemeinderat weiter. Das sei Sache des Verwaltungsrates. Und dort sitze lediglich ein Mitglied des Gemeinderates. «Bezieht doch alle Ökostrom» Schenk forderte die GGR-Mitglieder auf, mit gutem Beispiel voranzugehen. «Bezieht doch bitte alle selber Ökostrom.» Aktuell tun dies 73 der insgesamt 9000 Kunden der Netzulg AG. Nicht zufrieden mit der Antwort des Gemeinderates war Motionär Hans Berger (GLP). «Steffisburg könnte viel mehr machen.» So habe es im Gegensatz zu vielen anderen Ortschaften das Label Energiestadt immer noch nicht. Es brauche jetzt endlich Taten und nicht nur Lippenbekenntnisse. «Die aktuelle Preispolitik der Netzulg AG motiviert niemanden, selber Solarstrom zu produzieren.» Wenig zu überzeugen vermochte Berger auch der Energierichtplan. «Er ist zwar grundsätzlich ein gutes Instrument, aber es dauert noch Jahre, bis Massnahmen umgesetzt werden.» Berger hielt an seiner Motion zur Förderung des Solarstroms fest, entgegen der Anregung des Gemeinderates, sie in ein Postulat umzuwandeln. Unterstützung erfuhr Berger unter anderem von Peter Walti (Grüne). «Steffisburg könnte eine Vorbildfunktion übernehmen.» Schliesslich lehnte der Rat aber die Motion mit 14 zu 12 Stimmen ab. Angenommen wurde dagegen das Postulat zur Nutzung der Wasserkraft. In diesem Zusammenhang versprach Gemeinderat Schenk, bei der Idee eines Kraftwerks im Zulgtal dranzubleiben, auch wenn die Umweltverbände keine Diskussionsbereitschaft zeigen würden.Roger Probst>

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