Genossenschaft ist gegründet

Hasliberg

Nach vier Jahren Vorarbeit ist die Wohnbaugenossenschaft Hasliberg gegründet.

Peter Pfister und Katharina Nägeli sind überzeugt, dass die Bauparzelle eingangs Dorfteil Hohfluh (Hintergrund) der ideale Standort für das Generationenhaus ist.

Peter Pfister und Katharina Nägeli sind überzeugt, dass die Bauparzelle eingangs Dorfteil Hohfluh (Hintergrund) der ideale Standort für das Generationenhaus ist.

(Bild: Beat Jordi)

Nach dem Gründungsakt der Wohnbaugenossenschaft Hasliberg im Kreise der Arbeitsgruppe wurde die Öffentlichkeit im Kongresssaal über das bisher Erreichte und die zukünftigen Schritte informiert. Unter die knapp zwanzig Interessierten mischte sich auch Gemeindepräsident Arnold Schild. «Die Ziele des Projektes Zukunft Hasliberg sind erreicht», ­erklärte vor zwei Jahren Professor Alex Willener von der Hochschule Luzern anlässlich der Präsentationen an der Ergebnis­konferenz.

«Die einheimische Bevölkerung und die Zweitwohnungsbesitzer engagieren sich gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde in wirtschaftlicher sowie sozialer Hinsicht.» Diese Aussage bestätigte sich mit der Gründung der Wohnbaugenossenschaft, die ein Generationenhaus realisieren will.

Standort Hohfluh favorisiert

Eingangs Dorfteil Hohfluh, vis-à-vis der ehemaligen Poststelle, besitzt die Gemeinde ein grosses Grundstück, das in der Hotelzone liegt. Die Arbeitsgruppe steht in Verhandlung mit der Gemeinde mit dem Wunsch, dieses Land im Baurecht zu übernehmen. Über die Umzonung müsste die Gemeindeversammlung bestimmen.

Vorgesehen sind circa zwölf Wohneinheiten, vom Studio über 2½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen für Alleinstehende, Paare und Familien oder Wohngemeinschaften. Die von der Gemeinde in Aussicht gestellten 50000 Franken für die Planungsarbeiten sind mit der Gründung der Genossenschaft verfügbar. 37 Personen und Institutionen haben sich bereits als Genossenschaftsmitglieder eingetragen und ein oder mehrere Anteile à 500 Franken gezeichnet.

Für die Kapitalbeschaffung werden nun aktiv weitere Mitglieder oder Investoren gesucht, wie Vorstandsmitglied Peter Pfister ausführte. Risiko müssten die Genossenschafter keines eingehen, versicherte er. Sollte das Projekt nicht zustande kommen, werden die Anteile rückerstattet.

Projektierung vorantreiben

Als nächste Schritte werden nebst der Mitgliederwerbung zusätzliche Fördermittel beantragt. Eine erhoffte Unterstützung wird vom Einreichen des Projektantrages «Modellvorhaben nachhaltige Raumentwicklung 2020–2024» an den Bund erwartet. Zur Qualitätssicherung will der Vorstand einen Architekturwettbewerb ausschreiben und die Detailkalkulationen für den Bau, den Betrieb und die Mietzinse vornehmen. Der Vorstand habe sich zum Ziel gesetzt, im Sommer 2021 die Eingabe für das Bauprojekt einzureichen, sagte Andreas Lötscher. Eine eigene Website als Informationsplattform ist im Aufbau. (jor)

Vorstand Wohnbaugenossenschaft Hasliberg: Katharina Nägeli-Hänsler, Hasliberg Reuti (Präsidentin); Peter Pfister, Meiringen (Vizepräsident); Franz Anderegg, Hasliberg Wasserwendi; Patrizia Rita Huber-Pompeo, Hasliberg Goldern; Andreas Lötscher, Hasliberg Goldern; Christine Rilling, Luzern/Hasliberg; Christiane Ristow, Hasliberg Reuti.

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