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Gesegnete Weihnachten Ihnen allen!

ursulina huder

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Sie jetzt und heute Zeit haben diese Kolumne zu lesen, sind Sie gut strukturiert und können planen. Sie haben bereits alle Weihnachtsgeschenke erledigt, den Tannenbaum auf der Terrasse bereit und die Einkäufe in der Küche verstaut. Oder Weihnachten sagt Ihnen gar nichts und ist Ihnen völlig egal. Einmal angenommen Siegehören zur ersten Gruppe: Was bedeutet Ihnen Weihnachten? Ein Fest der Familie, Geschenke, gutes Essen? Vielleicht glauben Sie an das grosse Wunder der Geburt Jesu Christi und singen aus voller Überzeugung die alten Weihnachtslieder? Gehört die Weihnachtsgeschichte zur Familientradition oder geht es vor allem darum, diese freien Tage zu geniessen und einmal wieder richtig auszuschlafen? Wir Bewohner der Schweiz sind nicht nur multikulturell, sondern auch innerhalb unserer urschweizerischen kulturellen Unterschiede individuell und verschieden voneinander. Wir schrecken davor zurück, Weihnachten beim Namen zu nennen und ersetzen das alte Wort durch X-mas. In den Schulen überlegen es sich die Lehrkräfte lange, bevor sie Adventskalender basteln, Fenster schmücken und den Morgenunterricht mit einer Kerze und einer Weihnachtsgeschichte beginnen, ob sie da allenfalls religiöse Gefühle verletzen und Andersgläubige ausgrenzen. Ich danke allen, wenn Sie das trotzdem machen und unseren Kindern damit Weihnachten nahe bringen. Mich stimmt es traurig, dass die vielen wunderschönen Weihnachtsgeschichten nicht mehr selbstverständlich zu unserer Schultradition gehören. Wir haben inden letzten Wochen nach der schwierigen Geburt unseres Enkels erlebt, dass wir heute noch Wunder erleben dürfen. Nicht das Wunder der Weihnachtsgeschenke und auch nicht das Wunder von Kerzen, Tannenbäumen und Festessen. Das Wunder des Lebens, das nur Gott schenken kann. Unendlich dankbar werden wir in diesem Jahr den Weihnachtsbaum schmücken, das Essen vorbereiten und selbstverständlich auch Geschenke ein- und wieder auspacken. Ich freue mich sehr auf all die lieben Verwandten, die Kinder, Urgrossmütter und auch den Lärm, den die ganze Sippe veranstalten wird. Ich weiss, es ist einfach über ein Familienfest zu sprechen, wenn eine grosse Familie sich darauf freut. Ich glaube aber, dass die Weihnachtsgeschichte auch für Menschen ein Licht sein kann, die es schwer haben und allein sind. Nicht die kitschigen blinkenden und batteriegesteuerten Krippen und Weihnachtsengel erwärmen das Herz. Manchmal genügt eine einsame flackernde Kerze: Echtheit in einer Welt, die vieles übertüncht. Ich möchte Ihnen Mut machen, in den nächsten Tagen wieder einmal die Weihnachtsgeschichte im Lukas Evangelium zu lesen und dabei zu hören und zu spüren, was diese Geschichte uns heute alles sagen kann. Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude und ein offenes Herz. Vielleicht gelingt es Ihnen, einem Mitmenschen «gesegnete Weihnachten» zu wünschen. Und wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die diese Worte zugesprochen bekommen, sagen Sie einfach «danke, und Ihnen auch!» Mir ist sehr wohl bewusst, dass dadurch weder die gescheiterte Klimakonferenz noch die unverschämte Arroganz der Boni-Empfänger und schon gar keine Arbeitslosenzahlen einfach verschwinden; aber ein paar Tage innehalten und durchatmen darf sein. 2010 ist wieder ein volles Jahr, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, gesegnete Weihnachen und vor allem dem Verkaufspersonal und all den Leuten, die in der Vorweihnachtszeit bis an ihre Grenzen gefordert wurden, gute Erholung und Ruhe. Bun di bun an oder ein gutes Neues Jahr! E-Mail: ursulina@huder.ch redaktion-tt@bom.ch >

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