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Gestohlene Inschrift in einem Wald gefunden

Der letzte Woche vom Tor des früheren KZ Auschwitz entwendete Schriftzug «Arbeit macht frei» ist

Drei Tage nach dem Diebstahl des Auschwitz-Schriftzugs «Arbeit macht frei» sind fünf vorbestrafte Verdächtige festgenommen worden. Bei den mutmasslichen Dieben handelt es sich nach Aussagen der Polizei nicht um Neonazis. Der Schriftzug vom Tor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz sei aus kriminellen Motiven entwendet worden, erklärte der Krakauer Polizeichef Andrzej Rokita. Die Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren seien wegen diverser Vergehen wie Raub und Körperverletzung vorbestraft. Unklar sei bislang, ob sie zur Tat angestiftet worden seien. Der in drei Teile zerlegte Schriftzug wurde in einem Wald in Czernikowo zwischen Thorn und Wloclawek im Norden Polens gefunden. Er war am Freitagmorgen vom Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers entwendet worden. Dort hatten die deutschen Nationalsozialisten etwa 1,5 Millionen Menschen ermordet, die meisten von ihnen Juden. Die Formulierung «Arbeit macht frei» wurde zum Symbol für die zynischen Täuschungsmanöver, mit denen die Nationalsozialisten ihre Opfer vor der Ermordung in falscher Sicherheit wiegten. Viele Gefangene wähnten sich zunächst in einem Arbeits- und nicht in einem Vernichtungslager. Der Diebstahl hatte in Deutschland, Polen und Israel sowie in jüdischen Gemeinden weltweit Empörung ausgelöst. Israels Präsident Shimon Peres hatte die polnische Regierung persönlich gebeten, alles zu tun, um den Schriftzug wiederzuerlangen. Das Auschwitz-Museum hatte eine Belohnung von rund 27500 Euro für Angaben zu seinem Verbleib ausgesetzt. Die Polizei erhielt mehr als 100 Anrufe mit Hinweisen.dpa/sda >

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