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Gilbert siegt, Cancellara stürzt

RadDer Belgier Philippe

Ein Sturz in der Schlussphase beraubte Fabian Cancellara in der 46.Austragung des Amstel Gold Race am Sonntag aller Chancen. Der Sieg ging wie letztes Jahres an den Belgier Philippe Gilbert, der vor dem Spanier Joaquin Rodriguez gewann. Cancellara fiel 23 km vor dem Ziel aus der Entscheidung. Der Berner, der in den drei grossen Klassikern der bisherigen Saison immer auf dem Podest gestanden hatte (aber nie als Sieger), wurde im Feld zusammen mit Teamkollege Fränk Schleck in einen Sturz verwickelt. Das Duo konnte das Rennen zwar fortsetzen, aber beim Zwischenfall ging zu viel Zeit verloren. Der Schweizer war geschlagen, noch ehe es richtig ins Finale gegangen war. Denn just nach dem Sturz von Cancellara gingen vorne rund 20 Mann in die Offensive, das Rennen war für ihn damit gelaufen. Gilberts erneutes Double Mit knapp drei Minuten Rückstand belegte Cancellara den 64.Schlussrang, knapp hinter dem Thurgauer Michael Albasini, der auf Platz 62 Bestklassierter der acht gestarteten Schweizer war. Immerhin konnte Cancellara bis zur Schlusssteigung darauf hoffen, dass mit Andy Schleck ein Teamkollege aus der Leopard-Equipe die Prüfung gewinnen würde. Schleck hatte sich 11 km vor dem Ziel nach dem Keutenberg, der zweitletzten der 32 zwar kurzen, aber teils extrem giftigen Rampen, alleine abgesetzt. Aber der Luxemburger schuf sich nie mehr als 10 Sekunden Vorsprung, und als es in die letzte Steigung ging, war es schon bald endgültig um ihn geschehen. Wie letztes Jahr entschied Philippe Gilbert mit einem Antritt am Cauberg das Rennen für sich. Der 28-jährige Belgier reagierte auf eine Attacke des Spaniers Joaquin Rodriguez, den er souverän konterte. Gilbert hatte unter der Woche mit seinem Sieg im Pfeil von Brabant deutlich gemacht, dass der Sieg im einzigen holländischen Eintagesrennen der World Tour über ihn führen würde. In den letzten beiden Jahren hatte der Belgier bereits die Lombardei-Rundfahrt zweimal hintereinander gewonnen. 2008 und 2009 siegte er zweimal in Serie bei Paris-Tours. Und nun gelang ihm das Double im Gold Race. Gilbert ist nach dem Holländer Jan Raas erst der zweite Profi, dem im Gold Race eine Titelverteidigung gelang. Raas hatte das Rennen von 1977 bis 1980 viermal in Folge gewonnen. Zu Beginn dieser Saison hatte Gilbert bei Mailand–Sanremo Platz 3 belegt, geschlagen im Spurt vom Australier Matt Goss und Cancellara. Doch am Cauberg auf ansteigender Zielgerade hatte gegen den 28-jährigen Wallonen keiner eine Chance. si>

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