Gleicher Gewinn, aber mehr Umsatz für die AFA

Frutigen/Adelboden

Von vielen ÖV-Linien, Reisen und Ausflügen, Taxi rund um die Uhr, mehr Arbeit in der Werkstatt und einem Gewinn: Davon berichtete die Automobilverkehr Frutigen-Adelboden AG an der Generalversammlung.

Die neuen Reisebusse der Automobilverkehr Frutigen-Adelboden AG sind da. Chauffeur Hansruedi Gempeler (hinten) sowie Geschäftsführer Paul Graf und VR-Präsident Beat Luginbühl freuen sich.

Die neuen Reisebusse der Automobilverkehr Frutigen-Adelboden AG sind da. Chauffeur Hansruedi Gempeler (hinten) sowie Geschäftsführer Paul Graf und VR-Präsident Beat Luginbühl freuen sich.

(Bild: Rösi Reichen)

Beat Luginbühl, der Verwaltungsratspräsident der Automobilverkehr Frutigen-Adelboden AG (AFA), ist zufrieden mit den Ergebnissen. Und anscheinend auch die Aktionäre. Sie stimmten oppositionslos allen Traktanden zu.

Die Personalkosten, der Gesamtumsatz und die Anzahl gefahrener Kilometer sind gestiegen. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Gesamtumsatz von 7,8 Millionen Franken ab. «Der Gewinn lag mit knapp 50 000 Franken im Bereich der Vorjahresergebnisse», erläuterte Luginbühl den Anwesenden, die an der 99. Generalversammlung in der Werkstatt in Frutigen 1469 Aktienstimmen und 32,6 Prozent des Aktien­kapitals vertraten, den Geschäftsgang.

Dies bedeute Wachstum, Gedeihen und Stabilität für das Unternehmen. Das erfreuliche Resultat sei vor allem das Verdienst der Leute an der Front, der Freundlichkeit am Steuer, am Schalter oder in der Werkstatt.

Ihre gute Ausbildung, Kompetenz und sichere Fahrweise widerspiegelten die positive Entwicklung der Sparten Werkstatt, Reisen und Taxi, sagte er und freute sich über den Rekordertrag von 7,74 Millionen ­Franken.

So könne der leichte Rückgang des Ertrags aus dem bestellten Linienbusbetrieb von Bund, Kanton und Gemeinden mehr als nur kompensiert werden. Nur der Moonliner von Lenk nach Thun musste aus dem Fahrplan gestrichen werden. Im ÖV wurden rund 1,2 Millionen Fahrgäste transportiert.

Die Einnahmen sind auf 2,736 Millionen Franken leicht gestiegen. An der Lenk wurden im Sommer 2015 10 Prozent mehr Gäste befördert, weil Lenk-Simmental Tourismus den Gästen die Tickets pauschal finanziert hatte. Auch für die Zukunft ist die AFA vorsichtig optimistisch, wenn denn das Wetter mitspielt.

Geschäftsführer Paul Graf berichtete, dass seit dem 1. November 2015 der Taxi-Service in Adelboden rund um die Uhr angeboten werde, dank der Mithilfe vieler Fahrer, die Teilzeit arbeiten.

Mit Reisen Lehrgeld bezahlt

Seit einem Jahr bietet die AFA Tages-, Mehrtages-, Ferien- und Rundreisen mit dem Bus an. «Wir haben viel gelernt und mussten Lehrgeld bezahlen», gab Graf zu. Aber das Reiseteam habe sich mit dem neuen Geschäftsfeld identifiziert und «enorm» viel Zeit, Herzblut und Freude ins Planen, Orga­nisieren und Durchführen der Reisen investiert.

Positive Rückmeldungen seien Grund genug, einen neuen Prospekt zu gestalten. «Ende Jahr haben wir zwei neue Reisebusse bestellt, die sind vor einem Monat eingetroffen», erklärte Graf. Hansruedi Gempeler fuhr schon zwei Wochen nach England und Schottland – mit etwas Respekt (wegen Linksverkehr). Es ging aber alles gut.

In der Werkstatt in Frutigen wartet und repariert das AFA-Team auch Lastwagen, und Camper und die Kunden lassen auf der Prüfstrasse die kantonale Motorfahrzeug-Prüfung durchführen. «Die zentrale Lage der neuen Werkstatt in Frutigen hat sich schon im ersten Jahr bewährt», ist Paul Graf zufrieden.

Auf Fragen wurde geantwortet, dass die Zonenplanänderung abgelehnt wurde und in Adelboden nicht aufgestockt werde. Für den Ortsbus Adelboden sind neue (Ganzjahres-)Lösungen in Planung.

Berner Zeitung

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