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Gratwanderung geht weiter

Mit dem heutigen Auswärtsspiel in Ambri und dem morgigen Heimspiel gegen die ZSC Lions endet das Meisterschaftsjahr 2009 für die SCL Tigers.

Playoffs in der 50. und letzten Qualifikationsrunde verpasst, Lohnkürzung, Initiierung der Aktion «Rettet den Tiger», Wechsel des Verwaltungsrats hin zum neuen Präsidenten Peter Jakob, mit Ruedi Zesiger ein neuer Geschäftsführer, die feststehenden Abgänge von Trainer Christian Weber, Captain Fabian Sutter und den Nationalspielern Eric Blum und Matthias Bieber, ein miserabler Saisonstart und inzwischen die Aufholjagd und Rückbesinnung auf die eigenen Stärken – das Jahr 2009 war für die SCL Tigers turbulent. Wie der Klimagipfel Geschäftsführer Ruedi Zesiger ist in seinem neuen, alten Amt mit einer Flut an Arbeit eingedeckt – mit einer hoch kniffligen Arbeit notabene. Traktandum 1 ist: einen neuen Trainer für die nächste Saison zu finden. «Ich denke nicht, dass wir diesen noch vor Weihnachten präsentieren können», sagt Zesiger. Traktandum 2 ist: die Mannschaft für die nächste Saison zu «bauen». Traktandum 3 ist: eine zusätzliche Sponsoren-Million zu generieren. Traktandum 2 hängt eng mit Traktandum 1 und 3, Traktandum 1 eng mit 2 und 3 und Traktandum 3 eng mit 2 und 1 zusammen. Eine fast so schwierige Aufgabe also, wie an einem Klimagipfel eine Einigung zu finden. Mit dem Unterschied indes, dass in diesem Fall 1,5 bis 2 Millionen das «Gnusch» entflechten würden. «Ich bin überzeugt», so Zesiger, «dass es personell ganz anders aussähe, wenn wir ein Budget von 8,5 bis 9 Millionen für die nächste Saison hätten präsentieren können.» Moser – das Beispiel Was Traktandum 2 angeht, ist Simon Moser ein weiterer Spieler, den die Tigers halten möchten. Der 20-Jährige personifiziert explizit das, was die Langnauer als attraktives «Verkaufsargument» zu bieten haben. Moser erhielt vom Coach bereits in der letzten, seiner ersten vollen NLA-Saison volles Vertrauen und viel Verantwortung. In dieser und wegen dieser tragenden Rolle hat sich der jüngere Bruder von Christian und Stefan Moser auf dem Eis so schnell und so positiv entwickelt. «Das ist sicher ein Grund, der dafür spricht, bei den Tigers zu bleiben», so Simon Moser. Sein Stammverein habe immer auf ihn gesetzt, und «ich habe immer Vertrauen gespürt». Dass er nun erstmals in seiner Karriere interessant für andere Klubs (Davos?) sei, zeige auch, «dass ich Schritte in die richtige Richtung gemacht habe». Der nächste Schritt wird ein sehr wichtiger sein. Wohin geht es? Weiter in einer grossen Rolle bei einem kleinen Team – oder eher in einer kleineren Rolle bei einem grossen Team? Findet man sich finanziell, sieht es eher danach auch, als ob der kräftige Stürmer auf die Karte sportliche Entwicklung setzt und noch eine Saison bei den Tigers anhängt. Michael Schenk >

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