Grosses Interesse am unterirdischen Steinbruch

Interlaken

Neun Firmen haben ihr Interesse angemeldet, am Därliggrat in Interlaken unterirdisch Hartschotter abzubauen.

Von der Nordseite her soll am Därliggrat unterirdisches Hartgestein abzubauen.

Von der Nordseite her soll am Därliggrat unterirdisches Hartgestein abzubauen.

(Bild: Bruno Petroni)

Samuel Günter@samuel_guenter

Am Därliggrat soll zukünftig unterirdisch Hartschotter abgebaut werden. Neben dem Gesuchsteller haben acht Firmen beim Kanton Interesse an einem solchen Projekt angemeldet, wie Jacques Ganguin, Vorsteher des Amtes für Wasser und Abfall, gegenüber dieser Zeitung bestätigt.

«Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können wir keine Namen nennen.» Bei einem der Bewerber ist sich Ganguin nicht ganz sicher, ob die Ausschreibung verstanden wurde, da das Unternehmen in einer anderen Branche tätig sei.

Nun werde den Bewerbern eine Frist gesetzt, in der sie ein detailliertes Dossier ausarbeiten müssen. Dieses werde dann vom Kanton gemäss klaren Kriterien geprüft und den Zuschlag für die Konkretisierung des Projekts entsprechend erhalten. «Es ist uns ein Anliegen, dass der Prozess transparent abläuft», erklärt Ganguin. Unterlegenen Teilnehmern steht dabei der Rechtsweg offen.

Marti-Gruppe bleibt dabei

Eines der neun Unternehmen ist die Marti-Gruppe. Sie war es, die das Projekt ursprünglich initiierte und damit an den Kanton herantrat. «Dass es ganze sieben Mitbewerber sind, überrascht uns schon ein wenig», meint Projektleiter Olivier Balmer. Allerdings zeige dies auch, dass die Idee kein Hirngespinst sei.

Balmer gibt zu Bedenken, dass es das eine sei, sein Interesse anzumelden, etwas anderes, ein Dossier auszuarbeiten. «Das ist mit sehr grossem Aufwand verbunden.» Einen Aufwand, den die Marti-Gruppe weiter gewillt sei, auf sich zu nehmen.

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