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Grundgebühr abschaffen

Die Grundgebühr der Stromversorger bestrafe jene Konsumenten, die Strom sparen, monieren Konsumentenschützer.

Mit jeder verbrauchten Kilowattstunde wird Strom günstiger. «Diese Absurdität ist der verbrauchsunabhängigen Grundgebühr zu verdanken, die nahezu alle Stromversorger von den Konsumenten verlangen», schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Die Grundgebühr bestrafe somit das Stromsparen. Aus diesem Grund hatte die SKS gemeinsam mit den Konsumentenorganisationen FRC und Acsi sowie den Umweltorganisationen WWF, Greenpeace und SES bereits vor einem Jahr die Abschaffung der Grundgebühren gefordert. EWB mit Vorbildfunktion Ein Jahr später hat die SKS bei grossen Stromversorgern sowie einigen Kantonen und Städten eine Umfrage gemacht: Wurden Massnahmen ergriffen, um die finanziellen Anreize zum Stromsparen zu erhöhen? Die Ergebnisse sind ernüchternd. Zwar führen nahezu alle Stromversorger intensive Informationskampagnen zur Stromeffizienz durch. Finanzielle Anreize fehlen jedoch grösstenteils. Lediglich Energie Wasser Bern (EWB), Aare Energie AG und die Stadt Nidau hätten die Grundgebühr reduziert, hält die SKS fest – EWB binnen zweier Jahre immerhin von 156 auf 120 Franken pro Jahr. Die Städte Zürich und Basel verzichteten sogar seit langem gänzlich auf die Grundgebühr. Die SKS doppelt nun mit einem Schreiben an die Elektrizitätskommission Elcom nach. Sie fordert die Kommission auf, die Höhe der Grundgebühren der fast 800 Stromversorger zu publizieren. Denn just diese fehlten auf dem Elcom-Strompreisrechner im Internet. Als «Lichtblick» in der aktuellen Diskussion bezeichnet die SKS einen Bundesratsbeschluss vom 18.November diesen Jahres. Die Landesregierung entschied damals, eine Beschränkung der Grundgebühren auf maximal 10 Prozent der Stromkosten für die Revision des Stromversorgungsgesetzes vorzusehen. pas >

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