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Gulaschkanone aus der Nachkriegszeit

LangenthalDer Zivilschutz hat den Stromausfall geübt. Das Küchenteam musste deshalb auf ungewöhnliche Methoden zurückgreifen.

Der Feldkochherd, umgangssprachlich auch Gulaschkanone genannt, ist fester Bestandteil in der militärischen Versorgungsinfrastruktur mit dem Zweck, Truppen möglichst nahe an der Front mit frisch zubereiteter Nahrung zu versorgen. Auch der Zivilschutz Region Langenthal besitzt eine Feldküche – und das nostalgisch anmutende Modell aus dem Jahr 1949 funktioniert nach wie vor tadellos. Das zeigte sich einmal mehr im Wiederholungskurs der Kompanie 1. Einen Tag lang wurde dort nämlich geübt, wie es wäre, wenn die Stromversorgung im Kommandoposten Hard ausfiele. So kam auch die Feldküche zum Einsatz, die anders als die Küchenanlage des Postens auch ohne elektrischen Strom funktioniert. In einem Heizkessel wurde nun mit Holz Feuer entfacht und darüber der Kessel erwärmt – für das Team um Küchenchef Niklaus Schüpbach eine willkommene Abwechslung. «Wir sind sonst die ganze Woche im Bunker unten in der Küche», sagte Küchenhelfer Raphael Biedermann, während er die Zutaten für das Gulasch bereit stellte. Anstatt im Bunker wurden die Mahlzeiten nun an der frischen Herbstluft vor dem Kommandoposten zubereitet. «Es ist spannend, einmal etwas ganz anderes auszuprobieren.» Doch gut Ding wollte Weile haben: So musste in den Kesseln während gut und gern drei Stunden tüchtig gerührt werden, ehe das Gulasch fertig war. Hungrig trafen pünktlich um 12 Uhr schliesslich die Zivilschützer ein. Für die Küchencrew war die Arbeit damit aber noch nicht beendet. Denn so gut die Gulaschkanone funktioniert, so mühsam ist auch deren Reinigung. pd>

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