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Gustavs Truppe rüstet sich fürs Finale

FernsehenAm Sonntag steht Gustav mit seinem Chor im Final der Fernsehsendung «Kampf der Chöre». Um gegen seine Konkurrenten zu bestehen, setzt er auf schräge Ideen – und auf die welschen Chormitglieder François Voeffray und Tamara Angéloz.

Mindestens eins hat die Sendung «Kampf der Chöre» dem Sänger und Musiker Gustav – abgesehen von viel Goodwill und Gratiswerbung – schon vor dem grossen Finale gebracht: Auch ausserhalb von Deutschfreiburg wissen die Leute jetzt, dass man Gustav durchaus Gustav nennen darf und nicht unbedingt auf das frankophone «Güstav» setzen muss. Das bedeutet freilich nicht, dass Gustav seinen Ruf als Brückenbauer zwischen Deutsch- und Welschschweiz nicht weiter pflegen will. Nicht umsonst lauten die Schlachtrufe der Freiburger «Ici c’est Fribourg!» und «On va gagner!» Und Gustav hat sich auch besonders gefreut, dass er für seinen Chor zwei Romands rekrutieren konnte. Auf diese beiden, die 26-jährige Tamara Angéloz und den 25-jährigen François Voeffray, setzt der Neo-Chorleiter auch für Finalsendung, indem er ihnen in einem Song die Leadstimmen anvertraut. Und wie es sich für Gustav gehört, handelt es sich bei dem Song natürlich nicht um ein französisches Chanson, sondern um einen alten deutschen Schlager: «Ein Student aus Uppsala», mit dem sich die norwegische Sängerin Kirsti 1969 wochenlang in den deutschen Charts hielt. «Gustav will von uns, dass wir mit betont französischem Akzent singen», erklärt Tamara. Den Text zu lernen, sei für sie eine besondere Herausforderung, nicht nur wegen der Sprache, sondern vor allem, weil sie das Lied noch nie zuvor gehört habe. Trotzdem sagen sowohl Tamara als auch François, dass sie sich sehr auf den Auftritt freuten. Der Sieg wäre ein Bonus Es werde sicher noch mal richtig lustig, so, wie es in Gustavs Chor seit Beginn des TV-Abenteuers zugehe. Das heisst aber nicht, dass die Sänger ihre Aufgabe nicht ernst nehmen, im Gegenteil: «Mir wäre es lieber, gut zu singen und dennoch zu verlieren, als mit einem schlechten Auf-tritt zu gewinnen», sagt Tamara. François sieht es ähnlich: «Ich wünsche mir nur, dass wir einen guten Auftritt haben und hinterher mit uns zufrieden sein können. Wenn wir gewinnen, ist das einfach ein schöner Bonus.» Eines ist sicher: Mit dem Final gehen für Gustav und seine 20 Sängerinnen und Sänger verrückte Wochen zu Ende. Tamara und François werden jetzt schon wehmütig, wenn sie daran denken: «Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht und verstehen uns so gut, dass wir uns sicher alle vermissen werden», so François. «Gustav weiss, was er will» Nebst der guten Ambiance im Chor schätzen die beiden Studenten auch die Arbeit mit Gustav. Beide haben Erfahrungen im Chorgesang, Tamara ist zudem Sängerin einer Rockband, und François leitet selber einen Chor in Cerniat. Doch was sie mit Gustav erlebten, sei etwas völlig Neues. «Man muss flexibel und offen sein», sagt Tamara. «Das sind wir nicht gewohnt.» Das Resultat von Gustavs schrägen Ideen sei aber immer überzeugend. «Er ist vielleicht nicht so gut organisiert und probiert vieles aus», meint François. «Aber er weiss, was er will, und alle Entscheidungen, die er trifft, erweisen sich als richtig.» Und auch Gustavs Philosophie bei der Liederwahl hat sich voll und ganz auf François übertragen: «Kein einziges der Lieder, die er ausgewählt hat, hat mir gefallen. Aber was er daraus gemacht hat, war sensationell.» Carole Schneuwly;Finalsendung «Kampf der Chöre»: So, 28.November, 20.05 Uhr auf SF1. >

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