Zum Hauptinhalt springen

Haben Muslime mehr Rechte?

Leser zur Volksabstimmung über das Minarett-Verbot Die Abstimmung soll analysiert werden? Über die Beweggründe des Minarettverbots. Die Abstimmung sei Ausdruck des Rassenhasses, diskriminierend, verletzend und was noch alles? Ich bin doch mündig genug, zu erkennen, was unserer Kultur gemäss rechtens ist ohne ausländische noch links-rechts-politische Einflüsse. Nun zum Abstimmungsresultat. Wollen die wirklich – als Selbstbeschäftigung – jeder abgegebenen Stimme bei jeder Person nachfragen? Zu meiner persönlichen Minarettablehnung. Vorweg dies, ein persönliches Beispiel unseres Rechtswesens: Auf meinem Grundstück, das ich nach meinem besten Wissen hege und pflege, wird mir von Seiten der sogenannten Gesetzgebung verweigert, Steine zu entfernen. Die Stadtmenschen, die ein solches Gesetz mehrheitlich guthiessen, haben von Land und Landwirtschaft keine Ahnung. Für mich ist es erschwerend, voller Mühsal existenzbedrohend – für die Tiere unfallgefährlich –, dieses Land zu pflegen. Eine empfindliche schwere Diskriminierung, wenn Lidl, Aldi, Vergnügungs- und Sportklubs auf schönstem Schweizer Boden ihre Bauten erstellen. Dies zu unserem Rechtsstaat und meinem Rechtsverständnis. Tatsache ist, Minarette sind für den muslimischen Glauben nicht zwingend, Moscheen genügen vollumfänglich. Also: weder Glaubens- noch Existenzeinschränkung. Wie muslimischer Glauben in Herkunftsländern gelebt wird, geht mich nichts an. Wie wir hier unsere Kultur leben, ist Teil meines Lebens – meines Wesens. Werte Muslime, bitte akzeptiert das. Lebt den muslimischen Glauben in euren Heimatländern in vollen Zügen mit all seinen Facetten, falls ihr dies richtig findet. Nach unserem Wortgebrauch steht fast in jeder Ortschaft die Kirche noch im Zentrum eines Dorfes, werte Muslime, ich erwarte, dies sei in Ihrer angestammten Heimat ebenso, dieser Entscheid liegt bei Ihnen, Ihren Gleichgesinnten. Eduard RüegseggerAeschiEine grenzenlose Frechheit Nach dem Zeter-und-Mordio-Geschrei der Verlierer über die Abstimmung zum Minarettverbot möchte auch ich etwas sagen. Ich bin eine über 80 Jahre alte Frau, wie ich vor kurzem in der Zeitung gelesen habe eine Greisin. In die Urne gelegt habe ich ein überzeugtes Ja, bin in keiner Partei und habe dieses Ja nicht für die SVP, sondern für das Schweizervolk eingelegt. Meine Gründe: Vor einigen Jahren habe ich mit einem Moslem gesprochen. Der beklagte sich, wie sie in seinem Land keine Zukunft sähen. Die Kinder würden in der Schule benachteiligt, hätten keine Möglichkeit, später etwas zu lernen oder Arbeit zu finden. Er selber hatte sechs Kinder. Im Gespräch sagte ich ihm, dass es ja auch ein Problem der Überbevölkerung der ganzen Erde gebe. Ein Mann, der hier in der Schweiz arbeite, hätte auch die Möglichkeit, zu einem Arzt zu gehen. Seine Antwort: Sie hätten so viele Kinder, damit sie dann einmal in der Mehrzahl wären, möglicherweise auch in der Schweiz. Seither habe ich Angst vor der Verbreitung der Moslems. Wehret den Anfängen! Dann denke ich auch an den Mord an einem Lehrer in der Ostschweiz, der vermutete, dass ein Moslem seine Tochter missbrauchte. Nach dem Mord flüchtete der Vater in seine Heimat und wird dort als Held gefeiert. Die Tochter ist heute eine junge Frau und muss sich immer noch vor ihren eigenen Brüdern verstecken wegen angeblicher Familienehre. Und das in der Schweiz. Ich habe schon viele Bilder in den Zeitungen gesehen von betenden Männern in der Moschee. Aber noch nie eine Frau. Ist das nicht eine Diskriminierung der Frau? Was brauchen also die Männer für sich ein Machtsymbol Minarett? Beten kann jeder Mensch ohne hohen oder weniger hohen Turm. Ich bete jeden Abend vor dem Einschlafen, danke für den guten vergangenen Tag. Danke, dass ich im wunderschönen Berner Oberland wohnen darf, und danke für die schöne Schweiz ohne Minarette. Und wer in der Schweiz nicht leben kann ohne Minarette, darf weiterziehen. In der «Arena» im Fernsehen wurde gesagt, dass die Frauen einen grossen Teil zu diesem Ja für das Verbot in die Urne eingelegt haben. Sicher hat auch Bundesrätin Calmy-Rey beim Besuch in einem arabischen Land bei Regierungsvertretern mit ihrem weissen Tuch auf dem Kopf für viele Ja-Stimmen gesorgt, besonders bei Frauen. Und es ist eine grenzenlose Frechheit gegen uns Frauen, wenn Frau Frösch in ihrem Schlusswort sagte, man müsse alles daransetzen, um diese Abstimmung für ungültig zu erklären. Ich erwarte, dass die Baubehörden nicht durch fragwürdige Bewilligungen den Volksentscheid missachten und Bundesrat und Parlament dafür sorgen, dass dieser Entscheid respektiert wird. Elise MüllerReichenbach >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch