Zum Hauptinhalt springen

Hauptangeklagter vor Gericht

Der zur Tatzeit minderjährige Hauptbeschuldigte im Fall Schmitten steht am kommenden Montag vor Jugendgericht.

Im sogenannten Fall Schmitten, bei dem es um den sexuellen Missbrauch von Mädchen durch mehrere junge Männer geht, kommt es am kommenden Montag vor der Jugendstrafkammer in Freiburg zur Verhandlung gegen den minderjährigen Hauptbeschuldigten. Die Hauptvorwürfe sind Vergewaltigung und/oder sexuelle Nötigung. Der Gerichtstermin findet erst jetzt statt, weil das Bundesgericht zuerst über die Zuständigkeit befinden musste. Es hat im Juni 2009 entscheiden, dass der Angeklagte, heute gut 21 Jahre alt, sich vor der Jugendstrafkammer verantworten muss. Mit Handys gefilmt Daneben wird dem Burschen auch Förderung der Prostitution zum Nachteil eines zur Tatzeit vierzehneinhalbjährigen Mädchens zwischen Sommer 2005 und November 2006 vorgeworfen – begangen zusammen mit weiteren Personen. Das teilte die Jugendstrafkammer des Kantons Freiburg am Dienstag mit. Im Wesentlichen geht es um Geschlechtsverkehr oder beischlafähnliche Gruppensex-handlungen. Die Taten wurden verschiedentlich mit Handys gefilmt. Die Freiburger Jugendstrafkammer wird auch einen mutmasslichen sexuellen Übergriff des Burschen auf ein weiteres zur Tatzeit minderjähriges Mädchen beurteilen. Dazu kommen zwei Angriffe auf einen leicht behinderten Mann in Schmitten und eine Erpressung unter Vorhalt eines Messers in der Freiburger Innenstadt. Ob der Bursche an der Verhandlung anwesend sein wird, ist unklar. Der Serbe wurde im Mai 2008 ausgeschafft und befindet sich zurzeit im Ausland. Die Verhandlung findet in jedem Fall unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Jugendstrafkammer will danach informieren. Neun Angeklagte Im Fall Schmitten wurden vier Erwachsene und fünf Minderjährige angeklagt. Drei Erwachsene wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 18 und 42 Monaten verurteilt, einer freigesprochen. Zwei der Strafen sind inzwischen rechtskräftig, eine Beschwerde ist noch vor Bundesgericht hängig. Gegen vier Minderjährige verhängte die Jugendstrafkammer erzieherische Massnahmen und bedingte Freiheitsstrafen. In zwei Fällen wurde Berufung eingereicht. Eine wurde wieder zurückgezogen, eine abgelehnt. sda/hus>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch