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«Hey, rückt näher, bewegt euch!»

In Bätterkinden luden Jugendliche und Jugendarbeit zum Ämmenair. Die Bands hatten im nass-kalten Wetter einen schweren Stand.

«Macht etwas für Seelächrieg, rückt näher, bewegt euch!»: Diese Aufforderung richteten die beiden Rapper der Gruppe Seelächrieg» an das spärlich erschienene Publikum auf dem Areal vor dem Saalbau Bätterkinden. Doch es war kalt, und wer einen Platz an der Bar unter dem Vordach gefunden hatte, gab ihn nur ungern auf. Nur vereinzelt zog es Jugendliche vor die Bühne. Mitten in die Seele Die beiden Rapper aus der Region Bern, Nicola Frieden und Joachim Budweisser, hätten etwas anderes verdient gehabt. Ihre selbst verfassten Songs hatten es in sich. Von Sekten, die wie Walfänger ihre Netze auswerfen, und davon, dass jede Waffe eine zu viel ist, war die Rede. Ihre fragmentartigen Sätze wie «dr Tüüfuskreis – u dr Tüüfu weiss» und «wes ums Gäud geit, wärde aui zum Mörder» waren «träf» und trafen mitten in die Seele. Mundart-Rap mit psychologischem Tiefgang war hier zu hören. Ungehört blieben Seelächrieg nicht: Radio Logisch, ein Jugendprojekt aus Solothurn, übertrug das Konzert live in die warmen Stuben. Sogar mit Security Auch Läärschlag, eine Rap-Formation von fünf Leuten aus Fraubrunnen und der Region Solothurn, vermochten zu überzeugen. Sie hatten einen Song für das Ämmenair ’10 geschrieben und im Studio aufgenommen. «Das isch Musig, woni bruche», sangen sie gleich selbst. Ihr Rap handle von Alltagsszenen, sagt Mathias Dreier. Zusammen mit Dominik Egli, Thomas und Andreas de Vries, Marco Boscaini und Nicola Koch tritt er ab und zu an Anlässen auf. Das dritte Ämmenair wird durch die gekonnten Auftritte der Bands in Erinnerung bleiben. Auch das Engagement einiger junger Erwachsener war da – und Geld für eine professionelle Musikanlage sowie eine Lichtshow. Selbst zwei Leute von einer Sicherheitsfirma fehlten nicht. Einzig das Publikum liess sich in der nass-kalten Umgebung nicht aus der Reserve locken. Ursula Grütter>

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