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Hip-Hop-Sänger will Präsident werden

Nun ist es offiziell: Der bekannte Hip-Hop-Sänger Wyclef Jean kandidiert in Haiti für das Amt des Staatspräsidenten. Er sieht sich selbst als Hoffnungsträger im verarmten

Haiti kämpft immer noch mit den Folgen des verheerenden Erdbebens im vergangenen Januar. Nun kann der Karibikstaat mit einem berühmten Präsidentschaftskandidaten aufwarten: Der bekannte Hip-Hop-Sänger Wyclef Jean tritt bei der Abstimmung über das Staatsoberhaupt am 28. November an. Wyclef Jean sieht sich als Hoffnungsträger seiner verarmten und krisengeschüttelten Heimat. Nicht erst seit dem verheerenden Erdbeben engagiert sich der Hip-Hop-Sänger für Haiti. Wyclef Jean spielte schon länger mit dem Gedanken, Präsident der Karibikinsel zu werden. «Die USA haben Obama, hier werdet ihr Wyclef haben», rief Wyclef Jean vor Anhängern und Reportern aus, als er gestern in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince offiziell seine Kandidatur für das Präsidentenamt anmeldete. Das Mandat des amtierenden Präsidenten René Préval läuft im Februar 2011 aus. Der Verfassung Haitis zufolge darf er sich nicht erneut zur Wahl stellen. Neben Jean sind bereits zehn Bewerber eingeschrieben. Die bekanntesten sind der Unternehmer Charles Baker und die Politiker Michel Martelly und Gerard Blot. Kritiker Prévals Wyclef Jean ist politisch engagiert und hat sich nach der Erdbebenkatastrophe im Januar, durch die rund 250 000 Menschen ums Leben kamen, für den Wiederaufbau seines Heimatlandes stark gemacht. Der Sänger organisierte Benefizkonzerte und mobilisierte Spendengelder. Der 37-Jährige hatte sich immer wieder in politische Debatten eingemischt und zum Beispiel das Krisenmanagement von Präsident René Préval scharf kritisiert. Gute Chancen Mit seiner Organisation Yéle Haiti unterstützt er seit Jahren Jugendprojekte im ärmsten Land Amerikas. Wyclef Jean wollte die Gewalt in den von Gangs beherrschten Slums von Haiti bekämpfen und Menschen ohne Perspektive wieder Hoffnung geben. Seine Chancen, Präsident zu werden, stehen deshalb gar nicht schlecht. sda >

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