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Historische Wahl für Langenthal

Das Parlament sorgt für

Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga (SP) und Unternehmer Johann Schneider-Ammann (FDP) ziehen in den Bundesrat ein. Zum ersten Mal sitzen damit drei Männer und vier Frauen in der Schweizer Landesregierung. Zum ersten Mal auch ist die Stadt Langenthal dort vertreten. Ausgiebig gefeiert wurde Johann Schneider-Ammann gestern bereits auf dem Bundesplatz. Zahlreiche Oberaargauer waren extra nach Bern gefahren und empfingen den frischgebackenen Bundesrat freudig und mit warmem Applaus. Der wiederum liess es sich nicht nehmen, noch gestern Abend kurz zurück nach Langenthal zu fahren, um seiner Belegschaft aus erster Hand vom Wahltag zu erzählen und ihr zu danken, dass sie ihn bis hierhin getragen habe. Mit der Wahl von Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann sehen die Politologen die Konkordanz gestärkt. Das Parlament habe auf zwei integrative, lösungsorientierte Persönlichkeiten gesetzt, die auch die Kollegialität im Bundesrat wieder verbessern könnten. Doch auch die mit ihrem Kandidaten Jean-François Rime unterlegene SVP muss sich nicht grämen. Die Partei könne nun wie geplant in den Wahlkampf 2011 ziehen: Sie habe ihren Kampfeswillen demonstriert – und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass sie im Bundesrat nach wie vor untervertreten sei, ist der Berner Politologe Adrian Vatter überzeugt. Noch ist offen, welche Departemente die Neuen übernehmen. Der Kampf dürfte sich vor allem um das Infrastrukturdepartement Uvek drehen, das heute von der SP beansprucht wird.gr/ue Seite 2–7, 21+23 >

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