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Historischer Rückblick

Zu den Spitzenzeiten Anfang der 1990er-Jahre beschäftigte die Ascom mehr als 18000 Angestellte. Kurze Zeit später kollabierte der Konzern beinahe. Hauptgrund war eine

Die Ascom gehört zu Bern wie das Münster. Nun verschwindet der Konzern aus der Hauptstadt (siehe Haupttext). Der Ursprung der Ascom liegt in der Eidgenössischen Telegraphenwerkstätte, die 1852 vom Bund zum Aufbau zuverlässiger Kommunikationsverbindungen zwischen den wichtigsten Städten gegründet worden war. 1865 wurde der Staatsbetrieb privatisiert, Gustav Adolf Hasler und Heinrich Albert Escher übernahmen in der Folge das Kommando. Die Firma Hasler&Escher produzierte und reparierte Morsetelegrafen. Aushängeschilder des Unternehmens waren Anfang des 20.Jahrhunderts der Betrieb der Telefonzentrale sowie die unverkennbaren Telefonapparate, die via Hasler den Weg in zahlreiche Schweizer Haushalte fanden. Mitte der 1980er-Jahre vertiefte Hasler die Zusammenarbeit mit der Solothurner Telefoniefirma Autophon und der Zellweger Telecommunications AG aus Uster. Dieser Schritt war der Grundstein zur Gründung der Ascom (Association Suisse de Communication): 1987 folgte der Zusammenschluss der drei Firmen. Hasler hatte als ehemaliger Staatsbetrieb damals schon mit dem Tempo des liberalisierten Markts zu kämpfen. Diese Hypothek erbte die Ascom. Knapp am Kollaps vorbei Die Ascom wollte die Liberalisierung nutzen und setzte auf eine starke Expansion ins Ausland. Anfänglich ging die Strategie auf: Die Mitarbeiterzahl wuchs auf über 18000 an, der Umsatz stieg auf über 2 Milliarden Franken. Allerdings schien die damalige Ascom-Führung die Bodenhaftung etwas verloren zu haben. So wird erzählt, dass sich die Ascom-Chefs zu Beginn der 1990er-Jahre in Stretchlimousinen durch New York chauffieren liessen. Damals machten die Verantwortlichen einen folgenschweren Fehler: Sie kauften die amerikanische Netzwerkfirma Timeplex. Das Problem: Die neue Tochter war technologisch nicht auf dem neusten Stand. Timeplex trieb die Ascom fast in den Ruin: 1993 resultierte ein Verlust von 336 Millionen Franken. Eine zweite Krise erlebte der Konzern ab 2001, als erneut ein Verlust von fast 400 Millionen Franken zu Buche stand. In der Folge schrumpfte sich die Ascom gesund. Ende 2010 beschäftigte sie noch 2093 Angestellte, der Umsatz betrug 571 Millionen, der Gewinn 32,5 Millionen Franken.phm>

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