Zum Hauptinhalt springen

Hitzfeld mauert, Frei und Yakin stürmen

FussballGegen Malta, die Nummer 163 in der Fifa-Weltrangliste, sind die Schweizer heute Abend haushoher Favorit (20.30 Uhr, SF2). Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld setzt im Sturm auf die Altmeister Hakan Yakin und Alex Frei.

Es gibt Themen, über die mag Ottmar Hitzfeld einen Tag vor einem Länderspiel nicht reden. Nicht vor Mikrofonen und Kameras. «Ich möchte nicht auf die Vertragsverhandlungen mit dem Verband eingehen», sagt der 62-jährige Lörracher, «die Mannschaft soll sich auf den Fussball konzentrieren.» Dann rang er sich doch noch zu die-sem abschliessenden Satz durch: «Wir sollten schnell eine Lösung finden.» Die Diskussion über die Verlängerung seines Vertrags bis 2014 hat die Schweizer Auswahl also definitiv auf die sonnige Mittelmeerinsel getragen. Es ist möglich, dass Hitzfeld noch vor dem kapitalen EM-Qualifikationsspiel Ende März in Bulgarien einen neuen Kontrakt unterschreibt, der ihn über 2012 hinaus an den SFV bindet. Es kann aber auch sein, dass sich das Thema in die Länge zieht – vor allem dann, sollten die Schweizer ihren zuletzt zarten Aufwärtstrend – 4:1 über Wales, 2:2 gegen Ukraine – nicht bestätigen und im unglücklichsten Fall mit einer Niederlage in Sofia die EM-Kampagne frühzeitig verbocken. Dem vierten Qualifikationsspiel in sechs Wochen ordnet der Coach heute alles unter. In Malta will er seine stärkste Formation auf den Platz schicken, Experimente gibt es nicht. «In den letzten zwei Partien haben wir sechs Tore geschossen, das ist nicht schlecht. Und mit einem Sieg wollen wir das Länderspieljahr lancieren» sagt Alex Frei. Shaqiri oder doch Degen Der sichtlich entspannt wirkende FCB-Spieler wird dabei wie gewohnt im Angriff beginnen, es ist das drittletzte Länderspiel für den Captain, der im Juni abtreten will. An Freis Seite stürmt wieder Hakan Yakin. Der Luzerner hat beim letzten Test Mitte November in Genf derart überzeugt, dass es sich Hitzfeld kaum leisten kann, ihn auf die Bank zu setzen, dann wäre das Leistungsprinzip ad absurdum geführt. «Die beiden haben sehr stark gespielt», sagt Hitzfeld, der hofft, dass seine Altmeister auch gegen den Fussballzwerg für Betrieb sorgen. Hinter Frei und Yakin müssen Marco Streller und Eren Derdiyok auf der Ersatzbank Geduld üben. Letzterer ist auch eine Option im rechten Mittelfeld, wo Hitzfeld den passenden Mann für den verletzten Tranquillo Barnetta finden muss. Vieles deutet auf Xherdan Shaqiri hin, aber auch David Degen macht sich leise Hoffnungen. Noch kein Thema ist Valon Behrami, der nach seinem Transfer von West Ham zu Fiorentina und diversen Blessuren zuerst in der Serie A wieder Tritt fassen muss. Vom Potenzial her ist Behrami eine Stammkraft, das steht ausser Frage. Dünn besetzt sind die Schweizer in der Abwehr. Hitzfeld hatte Johan Djourou fest eingeplant, doch der Arsenal-Profi hat sich schon wieder am Knie verletzt – jedoch weniger gravierend, als befürchtet. Der Innenverteidiger zog sich lediglich eine Knieprellung zu und sollte in einer Woche wieder trainieren können. Ihm droht eine lange Pause. Somit verbleibt im Zentrum das Duo Von Bergen/Grichting, und auf den Seiten sind Lichtsteiner und Ziegler fast konkurrenzlos. Marcel Rohr, Valletta ;Fussball, Malta - Schweiz: Liveticker ab 20.30 Uhr www.fussball.bernerzeitung.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch