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Hofer erholt sich vom Gleitschirm-Unfall

flugsportDem Heimberger Gleitschirm-Extremsportler Alex Hofer geht es besser. Nach seinem Unfall absolviert er bereits wieder erste

«Ich habe ein starkes Bedürfnis nach Bewegung», sagt Alex Hofer. Dieses Bedürfnis muss der 34-jährige Gleitschirmflieger derzeit behutsam stillen. Nach seinem Unfall im Juni absolviert er erste Trainingseinheiten. «Ich war letzte Woche zum Fischen im Engadin und machte dort auch Tausende Höhenmeter», erzählt der Mann, der schon zweimal das X-Alps von Salzburg nach Monaco, das härteste Gleitschirmrennen der Welt, gewonnen hat. «Allerdings bin ich jeweils wieder mit der Bahn ins Tal gefahren.» Alex Hofer gilt als erfolgreichster Gleitschirmpilot aller Zeiten. Am 19.Juni ist er in Bormio (It) verunglückt. Er musste «bei einem sehr turbulenten Flug den Rettungsschirm ziehen und landete dabei sehr hart», ist auf seiner Homepage zu lesen. «Beim Unfall erlitt ich einen Trümmerbruch eines Lendenwirbels», sagt Hofer. «Zudem wurden die beiden Wirbel ober- und unterhalb des gebrochenen verletzt.» Der Extremsportler, der in Heimberg aufgewachsen ist und heute in Shenzhen, China, lebt, verbrachte in der Folge zehn Tage im Paraplegikerzentrum in Nottwil. Dort wurden die verletzten Wirbel mit zwei Metallstäben stabilisiert. «Jetzt bin ich daran, wieder eine gewisse Grundfitness aufzubauen», sagt er. Die Ärzte prognostizieren, dass er in rund einem Monat schwimmen können sollte; in zwei Monaten sollte Jogging möglich sein, und in rund einem halben Jahr sollte sein Rücken auch Sprünge wieder ertragen. «Das würde bedeuten, dass ich Anfang nächsten Jahres wieder versuchen könnte, zu fliegen», sinniert Hofer. Aufhören kein Thema «Ich bin leidenschaftlicher Wettkämpfer», sagt Hofer, «und Weltmeister. Wegen so eines Unfalls hört man nicht auf.» Und dies, obschon am ersten Tag im Spital «alles drunter und drüber» gegangen sei. «Rückblickend war das eher wie bei einem, der am Tag, nachdem er viel zu viel getrunken hat, beteuert, er trinke nie wieder.» Als er nach Grächen gefahren sei, um mit Freunden den 1.August zu feiern, habe er sehnsüchtig den Gleitschirmfliegern am Himmel zu gesehen. «Ich werde wieder fliegen», ist für ihn klar. Marco Zysset>

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