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hooliganismus

Wer bezahlt die Kosten, wenn es vor oder nach Fussball- und Eishockeyspielen zu Gewaltexzessen kommt? Die Grossräte Philippe Müller (FDP, Bern), Daniel Kast (CVP, Bern), Christine Häsler (Grüne, Burglauenen), Peter Siegenthaler (SP, Thun) und Moritz Müller (SVP, Bowil) wollen, dass Lösungen, welche Gemeinden von Zusatzkosten entlasten, rasch umgesetzt werden. Der Regierungsrat erkennt zwar Handlungsbedarf und kritisiert selbst das Scheitern des nationalen runden Tisches unter Führung von Bundesrat Ueli Maurer. Doch vier Forderungen aus dem Grossen Rat will die Regierung im besten Fall als unverbindliches Postulat gutheissen. Der Grund für die Zurückhaltung: Die Ressourcenverträge, welche alle sicherheitspolitischen Aufwendungen der Kantonspolizei Bern zugunsten der Vertragsgemeinden umfassen, genügten meist, um die Forderungen zu erfüllen. Philippe Müller verlangt per Motion eine Zusatzvereinbarung zum Ressourcenvertrag. Mit dem Ziel, die Polizeiaufwände bei Sportveranstaltungen von jenen der ordentlichen Polizeipräsenz abzugrenzen. Fakt sei nämlich, so Müller, dass die Sicherheit in Strassen und Gassen beeinträchtigt sei, weil Polizisten zur Bekämpfung von Gewalt zu den Stadien abgezogen würden. Prüfen will der Regierungsrat dagegen, ob gesetzliche Grundlagen geschaffen werden sollen, «mit denen Sportgrossveranstaltungen einer Bewilligungspflicht durch die Gemeinden unterzogen werden». Diese Bewilligungspflicht wollen Christine Häsler und Peter Siegenthaler gerne auf sämtliche Grossveranstaltungen ausdehnen. Doch die Regierung will davon nichts wissen – nicht zuletzt, weil der administrative Aufwand für kommunale Behörden beträchtlich sei. Bereits als erfüllt sieht der Regierungsrat die Forderung von Moritz Müller: Der Fussballverband müsse die von der Fifa verlangten Sicherheitsmassnahmen konsequent anwenden. Der Grosse Rat behandelt diese vier Motionen in der Novembersession.ue>

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