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Hotel Belvédère: 6 Millionen für das Fussball-Kulthotel

SpiezSeit gestern Montag ist das Strandhotel Belvédère

«Wir korrigieren unter anderem Bauvergehen aus den 60er-Jahren. Alle Zimmer werden komplett saniert», fasst Belvédère-Geschäftsführer Markus Schneider das Vorhaben zusammen. Deshalb bleibt der Betrieb bis Ostern 2012 geschlossen. Die Sanierungskosten betragen mindestens sechs Millionen Franken. Für die meisten der 32 Angestellten konnte für die Zeit der Renovation eine Lösung gefunden werden. Durch Umplatzierung auch in andere Betriebe. Legendär ist das Belvédère vor allem bei deutschen Fussballfans. 1954 diente der dritte Stock des Hauses als Unterkunft für die deutsche Fussballmannschaft während der Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Bern. Begeisterung macht sich noch heute breit, wenn man von diesem besonderen Beherbergungsort spricht. Markus Schneider pflegt diese Tradition, er zeigt in seinem Betrieb Besonderheiten. «Die Zimmer im dritten Stock sind besonders begehrt, die Gäste wollen den damaligen Fussballgeist von Spiez spüren.» Das werde sich auch in den neuen Zimmern nicht ändern. Nach wie vor werden die Gästen sehen können, wo sich die damaligen Legenden aufgehalten haben, auf welchem Balkon sie die Aussicht genossen haben. Schneider berichtet, dass heute die Enkel der damaligen Fussballer kommen, um den besonderen Geist zu spüren. 1908 wurde das Belvédère eröffnet: ein palastartiges Landhaus über dem See und vor dem Alpenpanorama. Doch die wechselvolle Geschichte des Hauses führte gemäss Schneider vor allem in den 60er-Jahren zu diversen Bausünden, sodass der eigentliche Stil aus der Anfangszeit teilweise gar nicht mehr zum Tragen komme. Das werde nun korrigiert. Der vierte Stock wird komplett neu gebaut. Entstehen werden dort Juniorsuiten sowie eine riesige Dachterrasse. Durch den Ausbau wird es im Belvédère zukünftig 36 Zimmer haben. Bisher waren es deren 32. Besitzer des Belvédère ist die Hauenstein Immobilien AG. In ihrem Besitz sind weitere sechs Betriebe rund um den Thunersee. Von 1997 bis 2006 wurde das Hotel etappenweise modernisiert. Die Seminarräume wurden auf den neusten Stand gebracht, und im Untergeschoss entstand eine Wellnessoase. Nun wird weiter investiert, und das freut den Geschäftsführer, denn: «Ich muss beweisen, dass wir Erfolg haben. Auf Marktveränderungen reagieren wir dynamisch und nicht schwerfällig. Deshalb sind wir erfolgreich.»Heinz Schürch >

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