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Hotel Stadthaus: Wir sind auf Kurs

BurgdorfSeit bald

Jürg Schori von Willy Michels Techpharma Management AG, der Besitzerin des Hotels Stadthaus, zieht positive Bilanz über das erste Stadthaus-Jahr unter neuer Führung. Seit dem 1.April 2010 leitet der Spitzenkoch Fredi Boss den Betrieb in der Burgdorfer Oberstadt. Zuvor brachte er dem Meridiano im Berner Kursaal 17 Gault-Millau-Punkte ein und wurde nach einem kurzen Gastspiel im Landgasthof Lueg nach Burgdorf geholt. «Wir sind ungefähr da, wo wir nach dieser Zeit hinkommen wollten», sagt Schori auf Anfrage. Nach nur einem Jahr habe man kein anderes Resultat erwartet. «Natürlich hätten wir gerne rot-schwarze Zahlen gesehen.» Die Gastronomie sei jedoch schon immer ein unberechenbarer Wirtschaftszweig gewesen. Zu möglichen Einflüssen der nur moderat frequentierten, verkehrsfreien Oberstadt auf das gastronomische Gewerbe will er sich nicht äussern. Vielmehr freut sich Schori über das Vorhaben der Stadt, im Zuge des neuen Verkehrskonzepts die Parkplatzbewirtschaftung im Kirchbühl inskünftig zu lockern. Dies bedeutet, dass die Gäste die städtischen Parkplätze, für die das Hotel Parkkarten besitzt, ganztags und nicht erst ab 15 Uhr nutzen können. Dieser Punkt sei von vielen Gästen bemängelt worden. Auf die Gerüchte über Unzulänglichkeiten angesprochen, die vor allem in der ersten Zeit der neuen Führung die Runde machten, sagt Schori: Man habe entsprechende Rückmeldungen ernst genommen. Vor allem in Sachen Service habe sich mit der aktuellen Crew einiges verbessert. Inzwischen seien auch Stühle und Sofas neu gepolstert und überzogen worden. Und die Küche werde von den Gästen allgemein gerühmt. «Gerüchte pflege ich sportlich zu handhaben», sagt Fredi Boss. Unlängst habe die Techpharma Management AG einen Anruf bekommen, ob es wahr sei, dass er auf Ende März zum Hotel Schweizerhof nach Bern wechsle. Auch sei er von einigen Leuten bereits nach einem halben Jahr «totgeredet» worden. Dass vor allem das Servicepersonal bei den Gästen für Gesprächsstoff sorgte, gibt der in Hasle-Rüegsau wohnhafte 42-Jährige unumwunden zu. Mittlerweile habe sich die Situation aber, nicht zuletzt durch die neu angestellte Chef de Service, zum Guten gewendet. Auch wenn die Auslastung noch konstanter sein könnte, habe er heute mehr Laufkundschaft und ein gutes Feedback der Gäste. Es sei ein lehrreiches Jahr gewesen, blickt Boss zurück. Vor allem die neuen, ressortübergreifenden Arbeiten in einem Hotelbetrieb hätten sich als besondere Herausforderung erwiesen. Zusätzlich ins Gewicht gefallen sei sowohl die Verantwortung gegenüber der Besitzerfirma wie auch den Mitarbeitern. Fredi Boss hofft, in anderthalb Jahren die Kehrtwende in Richtung schwarze Zahlen geschafft zu haben. Im Gegensatz zu den Anfangszeiten vor einem Jahr fühle er sich inzwischen im Stadthaus «so richtig wohl».Lilo Lévy-Moser>

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