Zum Hauptinhalt springen

«Ich bin ganz einfach megahappy»

Johann Schneider-Ammann ist FDP-Bundesrat. Bei der Bekanntgabe des Wahlresultats vollführte Peter Flück auf dem Bundesplatz einen Freudensprung. «Ich bin halt sehr spontan», sagte der Brienzer Kantonalpräsident.

«Das darf ja fast nicht wahr sein – jetzt bin ich ganz einfach megahappy», erklärte Peter Flück gestern Mittag am Telefon. Bei der Bekanntgabe, dass Johann Schneider-Ammann zum Bundesrat gewählt worden ist, hatte der Brienzer FDP-Kantonalpräsident auf dem Bundesplatz in Bern hinter dem grossen FDP-Transparent einen Luftsprung vollführt. «Ich musste so meiner Freude spontan Ausdruck verleihen», gestand der «Berner-Oberländer-Kopf des Jahres 2005». Und er meinte lachend: «Doch, doch, an mir ist dabei alles heil geblieben.» Vom Gelingen überzeugt Es habe im Vorfeld viele Gespräche gebraucht, um Johann Schneider-Ammann zur Bundesratskandidatur zu bewegen. Dieser habe lange mit sich gerungen, betonte Peter Flück. «Aber nach seiner Zusage war ich überzeugt, dass der Langenthaler Unternehmer es schafft.» Trotzdem sei gestern nach dem spannenden Wahlverlauf um die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz ein enormer Druck von ihm gewichen. «Da ich nicht Mitglied des nationalen Parlaments bin, waren meine persönlichen Möglichkeiten zum Lobbyieren beschränkt.» Der Oberländer FDP-Grossrat hatte die Wahl anfänglich unter Parteikolleginnen und -kollegen im «Äusseren Stand» in Bern am Fernseher mitverfolgt. Und auch nach der Wahl der Berner SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga zur Nachfolgerin von Moritz Leuenberger schätzte Flück die Chancen von Nationalrat Schneider-Ammann weiterhin als intakt ein. «Die Kantonszugehörigkeit wird nicht entscheidend sein – es ist eine Personenwahl», beantwortete er unsere entsprechende Frage zu jenem Zeitpunkt. Nach dem dritten Wahlgang dislozierte Peter Flück dann «an die Front», auf den Bundesplatz. Kein Selbstdarsteller «Die Wahl von Johann Schneider-Ammann tut dem Bundesrat und unserem Land gut», ist Flück überzeugt. «Er ist kein Selbstdarsteller – drängt sich nicht in den Vordergrund. Als Teamarbeiter wird er sich ans Kollegialprinzip halten. Von seiner Seite werden keine Indiskretionen zu befürchten sein.» Peter Flück musste sich gestern in Bern selbst als Kantonalpräsident noch bis gegen 15 Uhr gedulden, bevor er «seinem» Bundesrat im Bundeshaus endlich gratulieren konnte. Und der Brienzer betonte: «Ich beglückwünsche auch Simonetta Sommaruga zur Wahl!» Flück bald im Nationalrat? Darf sich Peter Flück jetzt gar noch Chancen ausrechnen, für Johann Schneider-Ammann in den Nationalrat nachzurücken? Bei den Nationalratswahlen von 2007 war der Brienzer FDP-Mann auf dem zweiten Ersatzplatz gelandet, 1045 Stimmen hinter Marc F.Suter aus Tüscherz. «Falls Suter auf das Mandat verzichten sollte, wäre ich bereit, es anzunehmen», erklärte der Kantonalpräsident gestern. Die Partei-Vizepräsidentin habe mit Suter vorgängig diesbezügliche Gespräche geführt. «Im Moment weiss ich noch nicht, wie sich mein Kollege entschieden hat. Die Bekanntgabe des Nachfolgers ist für Freitag geplant.» Peter Rothacher Siehe auch Seiten 2–7 >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch