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«Ich muss bereit sein, wenn sich Türen öffnen»

In der GP3-Serie, der zweitletzten Vorstufe zur Formel 1, befindet sich der 18-jährige Oberländer Nico Müller auf Podestkurs.

In Spa-Francorchamps belegten Sie die Ränge 4 und 6. Wie zufrieden sind Sie damit? Nico Müller: Es wäre mehr möglich gewesen. Beide Rennen waren von heftigem Regen geprägt, die Reifenwahl wurde zur Lotterie. Am Sonntag war der Sieg zum Greifen nahe, in den letzten Runden machten sich Hydraulikprobleme bemerkbar – ich konnte nicht mehr schalten und fiel zurück. Ich habe aber den 3.Gesamtrang gefestigt und in beiden Rennen die schnellste Runde absolviert. Wie bedeutend wäre der 3.Rang für Ihre sportliche Zukunft? Es wäre ein Resultat, das meine Erwartungen und jene der Experten übertreffen würde. Man muss beachten, dass es meine Premierensaison ist. Viele Rennen finden im Vorprogramm der Formel 1 statt, ich kann also Eigenwerbung betreiben. Gerüchten zufolge haben Sie bereits Kontakte zu Vertretern der Königsklasse geknüpft es gab erste Gespräche. Ich kenne mittlerweile wichtige, einflussreiche Leute; solche sind auch auf mich aufmerksam geworden. Noch ist nichts konkret, noch habe ich keine Garantien. Ich bin aber zuversichtlich. Esteban Gutierrez, Gesamtleader der GP3-Serie, hat bereits das Rennauto des Sauber-Teams getestet und wird als zukünftiger Fahrer gehandelt. Wann liebäugeln Sie mit dem Einstieg in die Formel 1? Nächstes Jahr möchte ich in der GP3-Serie den Titel gewinnen, nach der tollen ersten Saison ist dieser fast ein Muss. Danach müsste der Wechsel in die GP2-Klasse folgen, und kurz darauf der Einstieg in die Formel 1. Im Motorsport ist jedoch nichts planbar. Ich muss bereit sein, wenn sich Türen öffnen. Eine Saison in der GP3-Serie hat ihren Preis. Ist die Finanzierung für 2011 sichergestellt? Das Problem ist, dass selbst die aktuelle Saison noch nicht vollständig finanziert ist. Es geht um mehrere Hunderttausend Franken. Ich hoffe, dass ich möglichst rasch neue Sponsoren finde, schliesslich beginnt die neue Meisterschaft bereits im Oktober mit den ersten Testfahrten. Es ist ein harter Kampf ums Geld, zusammen mit meinem Team arbeite ich aber auf Hochtouren. In zwei Wochen finden in Monza die letzten Rennen statt. Behagt Ihnen der wenig kurvenreiche Hochgeschwindigkeitskurs? In Monza bin ich stets gut gefahren, die Abstimmung des Autos wird gegenüber Spa kaum ändern. Ich bin sehr zuversichtlich.Interview:Philipp RindlisbacherBei zwei ausstehenden Rennen führt der Mexikaner Esteban Gutierrez mit 75 Punkten vor dem Kanadier Robert Wickens (57). Nico Müller aus Blumenstein totalisiert 44 Punkte und hat 6 Zähler Reserve auf den 4.Platz.>

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