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In der Krippe lag ein echtes Baby

In Grafenried konnten die Mitglieder der Kirchgemeinde die Weihnachtsgeschichte aktiv miterleben und mitgestalten.

Die Weihnachtsgeschichte erleb- und greifbar machen: das wollte Daniel Sutter. Der Pfarrer der Kirchgemeinde Grafenried-Fraubrunnen organisierte dieses Jahr bereits zum fünften Mal die Aufführung der Weihnachtsgeschichte im Freien. Zusammen mit der Praktikantin Dinah Hess suchte er die passenden Bibelstellen für die Aufführungen aus. Sie organisierten Kabelrollen und stellten gar einen Generator auf. Für beide ist es die Unmittelbarkeit, die diese Form von Weihnachtstheater so speziell macht. Man erlebe so die 2000 Jahre alte Geschichte von Christi Geburt gemeinsam. Ohne Theaterproben Während Praktikantin Hess die Texte zu den Szenen schrieb, wählte Pfarrer Sutter die Aufführungsorte aus. Er verhandelte mit Landbesitzern und schaute sich nach Lichtinstallationen um. Nur geprobt wurde nicht. «Es ist ein spontanes Theater. Jeder der über 60 Teilnehmenden erhält einfach einen Text», erklärt Hess. Das improvisierte Lesen und Aufführen mache die Szenen interessant. Weder Zuschauer noch Teilnehmer wissen genau, was auf sie zukomme. Am Samstag war es dann so weit: Über 300 Personen versammelten sich um 18 Uhr vor der Kirche. Gemeinsam zogen dann junge und alte Menschen mit Laternen über die Felder und anschliessend Richtung Wald. Dabei fehlten weder Kamele noch Engel. Letztere ab und zu auf der Überholspur, um jeweils rechtzeitig am nächsten Einsatzort zu sein. Allerdings ging es weder bei den Kamelen noch bei den Engeln ohne Panne ab: Ein Kamel suchte das Weite, ein Engel klemmte sich einen Flügel ein und weil die Hirten am Feuer allzu sehr die Wärme suchten, züngelten die Flammen nach ihren Kleidern. Die Kälte setzte allen Teilnehmern zu. «Hätte man die Wanderung nicht auf einen wärmeren Abend verlegen können?», fragte ein Mann im Dunkeln. Bar im Stall «Kommet, ihr Hirten», hiess es dann. Und die Schar zog weiter in Richtung eines Stalles. Nach einigen Liedern und einem Fussmarsch durch die winterkalte Nacht fanden sich schliesslich alle Teilnehmenden bei der Krippe ein. In dieser lag Fabian, ein drei Monate altes «Jesuskind». Der Kleine wusste nicht recht, ob er beim Anblick der bärtigen Hirten lachen oder weinen sollte. Erst in den Armen von Mama Maria beruhigte er sich. Nach Abschluss des Theaters ging es dann weltlich zu: An der Stallbar gab es einen gemütlichen Ausklang.Ursula Grütter/wpf >

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