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In Ostermundigen erhält das Tram wohl freie Fahrt

tram region bernDie Linken sind dafür, die Bürgerlichen kritisch bis ablehnend: Am 27.Oktober entscheidet das Gemeindeparlament über einen weiteren Kredit fürs Tram Region Bern. Die Entscheidung dürfte in der Mitte fallen – zugunsten des Trams.

Das Parlament von Ostermundigen stellt am 27.Oktober die Weichen für das Tram Region Bern. Als erstes von drei Gemeindeparlamenten stimmt es vor Bern und Köniz über einen weiteren Kredit von 860000 Franken ab. Mit dem Geld soll das Auflageprojekt fürs Tram erarbeitet werden (siehe Kasten). Eine Umfrage bei den Mundiger Parlamentsparteien zeigt: SP/Grüne sowie EVP und CVP stehen hinter dem Tram. Das sind bereits 21 der 40 Politiker im Parlament. SVP, Forum und FDP entscheiden später, wie sie abstimmen werden – sie haben gewisse Vorbehalte. Unterstützung erhält das Tram von der mit 14 Sitzen stärksten Fraktion im Mundiger Parlament, der SP/Grüne. «Die SP wird sich geschlossen für diesen Kredit einsetzen», sagt SP-Parteisekretär und Parlamentarier Bruno Grossniklaus. Die Partei verspricht sich vom Tram einen Entwicklungsschub entlang der Bernstrasse. «Diese Strasse ist im Moment in sehr schlechtem Zustand. Ihre Sanierung macht die Hauptkosten für Ostermundigen aus – Kosten, die auf uns zukommen, ob mit oder ohne Tram.» Ins gleiche Horn bläst Bruno Hirt, Parteipräsident der Grünen und ebenfalls Parlamentarier. «Unter grünem Aspekt ist es effizienter, den öffentlichen Verkehr zu elektrifizieren», sagt er. Ein Wermutstropfen sei, dass eine Baumallee gefällt werden müsse. SVP/Forum/FDP: Die Kritiker Eher kritische Töne schlugen an den letzten Parlamentssitzungen die Bürgerlichen und das Forum an. Vor allem seitens der SVP, mit 10 Sitzen die zweitstärkste Fraktion im Parlament, war Skepsis zu hören. «Wir hätten uns mehr und gesicherte Informationen gewünscht», sagt Fraktionschef Thomas Wegmüller. Das habe sich zwar in den letzten Wochen «leicht verbessert». Doch noch immer gebe es Ungenauigkeiten punkto Kosten und des Projekts an sich. Ihre Parole wird die SVP aber erst an der Fraktionssitzung vom 24.Oktober festlegen. Unzufrieden mit den Informationen ist auch Walter Bruderer, Forum-Parlamentarier und Präsident der Geschäftsprüfungskommission. «Ich habe nichts gegen das Tram. Aber ich habe Angst, dass vieles nicht so sein wird, wie es nun aufgegleist ist», sagt Bruderer. Bei der Unterführung am Bahnhof etwa befürchtet der Parlamentarier, dass sich in der Halle unerwünschte Personen aufhalten und Passagiere belästigen könnten. Zudem gebe es unterschiedliche Informationen punkto Kapazitätszahlen in einem Tram. Die Forum-Fraktion (5 Sitze) wird ihre Parole nächsten Montag festlegen. Nächste Woche entscheidet auch die FDP, wie ihre vier Parlamentarier am 27. Oktober stimmen sollen. Auch die FDP gehört zu den kritischen Parteien, weil «noch viele Fragen offen sind», wie Fraktionschef Michael Werner sagt. Es gebe im Projekt gewisse Widersprüche, und die Kosten seien hoch. Doch die FDP sehe auch die Vorteile des Trams, so Michael Werner. EVP/CVP: Die Mitte steht links Die EVP hat zwar erst am Montag Fraktionssitzung, doch Fraktionschefin Renate Bolliger sagt, die Mehrheit der Partei sei für ein Tram. «Die Fraktion ist wohl kaum gespalten. Wir werden sicher zustimmen», so Bolliger. Ein klares Ja sei auch von der CVP zu erwarten, sagt Co-Parteipräsident und Parlamentarier Eduard Rippstein. Im knappsten Fall – wenn sich SVP, Forum und FDP allesamt zu einem Nein entscheiden sollten – steht es also am 27.Oktober im Parlament 20 zu 19. Fürs Tram. Denn der Parlamentspräsident, der sich der Stimme enthalten wird, ist ein SP-Mann. Somit wäre aber auch klar, auf welche Seite das Resultat bei seinem Stichentscheid bei einem allfälligen Unentschieden kippen würde: zugunsten des Trams. Sandra Rutschi>

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