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Inselspital kauft Brot in Zürich

BernNeue Brotlieferanten des Inselspitals sind der Berner Beck Glatz und Hiestand Frischdienst aus Schlieren. Hiestand liefert das Brot, Glatz Kleingebäck.

Das Inselspital Bern hat am 1.Juli die Beschaffung von Backwaren im offenen Verfahren ausgeschrieben. Es handelt sich um einen Millionenauftrag. Drei Bäckereien reichten Offerten ein. Gestern gab die Insel die zukünftigen Lieferanten bekannt: Ab 1.März 2012 werden der Berner Beck Glatz und Hiestand Frischdienst Schliern die Insel beliefern. Die Bäckerei Berger Münsingen fiel aus dem Rennen. Damit hat der Zank zwischen der Insel, dem Bäckermeister-Verband und den bisherigen Lieferanten ein Ende. 100000 Franken einsparen Die Offerten wurden nach den Kriterien Preis, Qualität sowie Lieferung und Leistung geprüft. Mit den neuen Lieferanten könne die Insel jährlich über 100000 Franken einsparen, sagt Bernhard Tanner, Bereichsleiter Gastronomie Inselspital. Tanner betont, dass der Preis zwar wichtig, für den Lieferantenwechsel aber nicht alleine ausschlaggebend war. Schwerer wiege das Kriterium Qualität. «Diese muss konstant gleich sein. Leider war das früher nicht gewährleistet.» Thomas Glatz, Geschäftsführer von Beck Glatz Confiseur, ist «happy» über den Zuschlag. Der Auftrag sei eine Belohnung dafür, dass sich die Bäckerei Glatz in den letzten 20 Jahren um Nachhaltigkeit und Qualität bemüht habe. Besonders die Nachhaltigkeit ist für Glatz wichtig. Aus diesem Grund freut er sich, dass das Inselspital quasi nur einen Steinwurf vom Produktionsstandort an der Weyermannstrasse entfernt ist. Geliefert wird mehrmals täglich mit einem Erdgas betriebenen Lieferwagen. Beck Glatz wird jährlich rund 200000 Weggli, Gipfeli und 400000 Süssgebäcke an die Insel liefern. Thomas Glatz schätzt den Umfang des Auftrags auf eine halbe Million Franken. Dank dieses Auftrags wird er zwei bis drei zusätzliche Stellen schaffen können. Im Berner Traditionsunternehmen mit den elf Filialen arbeiten rund 150 Angestellte, die sich gut 100 Vollzeitstellen teilen. Zudem werden 11 Lernende ausgebildet. Der Betrieb ist mehrfach ISO-zertifiziert und hat 2009 den Energiepreis der Stadt Bern erhalten. Voraussichtlich noch bis Ende Februar können die bisherigen drei Lieferanten der Insel Brot und Brötchen liefern: die lokalen Bäckereien Dubi, Staub und Röthlisberger. Die Betriebe konnten sich wegen der strengen Kriterien nicht mehr für den Auftrag der Insel bewerben und werden wegen des geringeren Auftragsvolumens sechs Stellen abbauen müssen. «Das Inselspital hat den Wettbewerb dermassen verzerrt, dass es nun genau den Hauptlieferanten hat, den es von Anfang an wollte», sagt Ines Röthlisberger, Mitinhaberin der gleichnamigen Bäckerei in Wabern. Sie ist empört: Dass für diesen Auftrag nur zwei Angebote die Vorgaben erfüllten, spreche für sich. «Die Vergabe dieses Auftrags grenzt an Willkür – erschreckend, dass so etwas möglich ist und akzeptiert wird.» Hiestand: «Langer Weg» Nicht mit Kundennähe punkten kann Hiestand Frischdienst in Schlieren/ZH. Ob die Grossbäckerei Nachlieferungen in eineinhalb Stunden erfüllen kann, wie es das Inselspital verlangt, scheint fraglich. Björn Roncoroni, Leiter Frischdienst bei Hiestand ist aber überzeugt, dass das klappt. Mit 1 Stunde und 15 Minuten sei die Fahrzeit zwar «etwas lang», aber Brot sei immer vorrätig. «Dank unserer Infrastruktur sind wir sehr schnell», sagt er.Laura FehlmannHans Ulrich Schaad>

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