Ja zur neuen Begegnungsstätte

Der zentrale Casinoplatz wird neu gestaltet: Die Gemeindeversammlung stimmte grossmehrheitlich für eine gleichzeitige Realisierung der ersten und zweiten Etappe. Dazu bewilligte sie einen Kredit von 800 000 Franken.

Die Bildanimation zeigt den südlichen Teil des neu gestalteten Casinoplatzes mit Pflanzen und Sitzgelegenheiten. Eine demontierbare Abdeckung soll Schutz vor Sonne oder Regen bieten.

Die Bildanimation zeigt den südlichen Teil des neu gestalteten Casinoplatzes mit Pflanzen und Sitzgelegenheiten. Eine demontierbare Abdeckung soll Schutz vor Sonne oder Regen bieten.

(Bild: Beat Jordi / zvg)

139 Stimmberechtigte besuchten die ausserordentliche Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend mit dem Haupttraktandum «Verpflichtungskredit für die Neugestaltung des Casinoplatzes». Damit der zentrale und beliebte Begegnungsort im Dorf aufgewertet und als Fussgängerzugang zum geplanten Feriendorf benutzt werden kann, hat der Gemeinderat die Planung für eine Neugestaltung in Auftrag gegeben (siehe Mittwochausgabe).

In seiner Einleitung unterstrich Gemeindepräsident Roland Frutiger die positiven Effekte der beantragten Lösung: «Das Feriendorf erhält eine attraktive Fussgängererschliessung über den Dorfplatz, und der zentrale Begegnungsort wird zusätzlich belebt.» Er biete Einheimischen und Gästen «eine Oase der Ruhe» wie auch Raum für verschiedene Aktivitäten. Laut Frutiger liegt die Baubewilligung für das Feriendorf vor – die Investoren warten nur noch auf den Entscheid der Gemeindeversammlung, bis sie mit der Unterschrift den Baubeginn noch diesen Herbst auslösen werden.

Beide Etappen miteinander

Gemeinderat Daniel Studer, der die Arbeitsgruppe Casinoplatz leitete, erläuterte das etappierte Projekt und hob die angestrebten Vorteile sowohl für die Nutzer des Dorfplatzes wie auch die Gäste des Feriendorfes hervor. Damit der Fussgängerzugang zum Feriendorf funktioniere, sei die erste Etappe mit veranschlagten Kosten von 600 000 Franken zwingend notwendig.

«Das Feriendorf erhält eine attraktive Fussgängererschliessung über den Dorfplatz, und der zentrale Begegnungsort wird zusätzlich belebt.»Roland FrutigerGemeindepräsident Meiringen

«Perfekt wäre natürlich, auch Etappe zwei mit der Bepflanzung, Einrichtung und Möblierung für weitere 200 000 Franken sofort zu realisieren und dem Feriendorf bei der Eröffnung im Jahr 2019 einen tollen Willkomm zu bieten», meinten Frutiger und Studer übereinstimmend.

Gemeinderat Jakob Otth stellte den Finanzierungsplan mit den Folgekosten vor. Das Gleichgewicht im Finanzhaushalt sei ohne Steuererhöhung gewährleistet, versicherte er.

Rege Diskussion

Die Diskussion wurde rege genutzt: Rund 20 Wortmeldungen, zum Teil mit komplexen Fragestellungen, mussten die Behördenvertreter beantworten. Kritik wurde geäussert zum Landverkaufspreis, gezweifelt wurde am Mehrwert für die Bevölkerung, befürchtet wurden höhere Folgekosten, die generellen Kosten wurden mehrfach hinterfragt, wie auch die unkonventionelle Beseitigung einer Einsprache. Auch unterstützende Voten wurden eingebracht: Von einem «Projekt mit Signalwirkung», von Chancen für die Gemeinde und die Region war die Rede, eine Plattform für die Begegnung mit den Gästen soll entstehen.

Ein Antrag für geheime Abstimmung sowie der Antrag für Rückweisung zur Überarbeitung wurden deutlich abgelehnt. Bei der Ausmarchung der zwei Varianten stimmten 105 Gemeindebürger für den gleichzeitigen Bau der Etappen eins und zwei und genehmigten dazu den Kredit von 800 000 Franken.

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