Zum Hauptinhalt springen

Jetzt ist die Wirtschaft gefragt

Er traue es nach Kopenhagen eher der Wirtschaft als der Politik zu, den Klimaschutz weiterzubringen, sagt Klimatologe Urs Neu.

Die Mammutkonferenz von Kopenhagen, an der eigentlich ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll hätte konstruiert werden sollen, endete im Chaos und mit einem Minimalkompromiss. Auch der Schweizer Umweltminister Moritz Leuenberger, der mit dem Zug nach Kopenhagen gereist und mit dem Flugzeug wieder zurückgekehrt war, kritisierte gestern wie andere Politiker die mangelhafte Leistung der dänischen Gipfelorganisatoren. Aber es dürfte wohl mehr am fehlenden Willen der Teilnehmer denn an der Konferenzleitung gelegen haben, dass man trotz eines diplomatischen Efforts von US-Präsident Barack Obama nicht über das magere Schlussresultat hinauskam. Die Länder der Welt wollen nicht, dass sich die Erde um mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten erwärmt. Wer bis wann wie viel dafür tut, das blieb offen. Der Berner Klimatologe Urs Neu kommt in seiner Analyse zum Schluss, dass man in Kopenhagen nicht weitergekommen sei als bis dort, wo man am Erdgipfel von Rio de Janeiro schon 1992 war. Neu glaubt nach Kopenhagen nicht mehr, dass globale Politik den Klimaschutz entscheidend befeuern kann. Er sieht eher Anzeichen dafür, dass die wichtigen Impulse in den nächsten Jahren aus der Wirtschaft kommen. Länder, die auf klimaschonende Technologien setzen, hätten am nahenden Ende des Erdölzeitalters enorme Wettbewerbsvorteile. jsz Seite 2+3>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch