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Joana Hählens Traumlauf zu Gold

Neun Tage vor ihrem 18. Geburtstag gewann Joana Hählen an den Juniorinnen-Schweizer-Meisterschaften im Riesenslalom Gold. Dem Lenker Nachwuchstalent gelang der Titelgewinn dank einem Traumlauf im zweiten Umgang.

Auf der Sonnenberg-Piste des Lenker Metschberges fand im Rahmen der FIS-Rennen, mit starker nationaler und ausländischer Beteiligung, die Schweizer Meisterschaft der Juniorinnen im Riesenslalom statt. Aus dem Verbandsgebiet des Ber-ner Oberländer Skiverbandes (BOSV) und von Schneesport Mittelland (SSM) fuhren im ersten Lauf einzig die Lenkerin Joana Hählen und Alexandra Thalmann (Schwarzsee) unter die besten 30 Fahrerinnen. «Das war ein schlechter Lauf. Ich war einige Male zu spät dran», analysierte die schnellste Bernerin Joana Hählen ihren verpatzten Lauf. Die Weltcup-Fahrerin Nadia Styger musste die Laufbestzeit der Französin Laurie Mougel überlassen. Nadia Kamer, die Zweite der Weltcup-Abfahrt in Haus, schied aus. Nach dem Motto «Alles oder nichts» ist Joana Hählen im zweiten Lauf noch auf den achten Rang vorgestossen. «Ich habe alles auf eine Karte gesetzt, und mir ist dadurch ein Traumlauf gelungen», freute sich die Fahrerin vom C-Kader von Swiss-Ski. Als es lange keiner der nachfolgenden Fahrerinnen mehr gelungen war, an der (noch) 17-jährigen Lenkerin vorbeizukommen, lag die Goldmedaille für sie plötzlich in Reichweite. Nachdem auch noch die favorisierte Michelle Gisin, die Schwester der erfolgreichen Weltcup-Abfahrerin Dominique Gisin, nicht an die Bestzeit der Hotelhandelsschülerin herangekommen war, ging der Traum in Erfüllung. Joana Hählen errang mit der achtbesten Gesamtzeit ausgerechnet an ihrem Hausberg Riesenslalomgold. Welch ein Triumph. Nach Silber nun Gold Bereits im Vorjahr hatte die talentierte Lenkerin in der Superkombination Silber geholt. «Meine Frau Monika und ich hatten zwar grosse Erwartungen, aber nun hat Joana die Erwartungen weit übertroffen», freute sich der stolze Vater Beat, der im BOSV als Verbandsarzt amtet. Auch Simona, die nicht weniger begabte Zwillingsschwester, stand im Fokus, aber nur als Vorfahrerin. Simona hatte sich entschlossen, nicht weiter Leistungssport zu betreiben. Joana, die in Engelberg wohnt, schätzt es sehr, dass sie für einige Tage im elterlichen Haus übernachten darf. Mit dem Erfolg vor der Haustür dürften die Chancen, an den Juniorenweltmeisterschaften dabei zu sein, gestiegen sein. Alexandra Thalmann steigerte sich im zweiten Lauf. Ein Medaillenplatz lag für die Freiburgerin aber ausser Reichweite. «Ich komme einfach nicht auf Touren. Es stimmt im Kopf noch nicht. Im Training kann ich gelegentlich meine Leistung abrufen.» Peter Russenberger >

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