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Junge Frauen zeigen älteren, wie es geht

Im Projekt «Frauen an die Mäuse» der Pro Senectute zeigen «Cybergirls» Seniorinnen die virtuelle Welt des Internets.

«Ich weiss gar nichts. Habt ihr denn genügend Geduld?», fragt die ältere Dame, welche an diesem Samstagmorgen den Breitsch-Träff betritt. Caroline Ruggli, die 15-jährige Gymnasiastin aus Mittelhäusern, hat sie. Sie ist eine der zwölf jungen Frauen, welche Seniorinnen im Kurs «Frauen an die Mäuse» der Pro Senectute mit der Welt des Internets vertraut machen. Seit 2003 finden die Kurse unter der Leitung von Doris Diggelmann statt. Es sind ausschliesslich junge Frauen zwischen 14 und 18 Jahren, welche die Älteren unterrichten. Während es für Caroline Ruggli und ihre Kolleginnen ein spannender Nebenjob ist, bedeutet das Projekt für Diggelmann generationenübergreifende Arbeit: «Die Idee ist, dass ältere und jüngere Frauen gemeinsam im Dialog stehen.» Erklären von Frau zu Frau Normalerweise finden die Kurse für Frauen ab 60 im Liebefeld bei der Pro Senectute statt. Heute aber hat die Quartierarbeit Stadtteil V die Mäuse-Spezialistinnen engagiert. Im Gegensatz zu den Kursen im Liebefeld, die immer gut besucht sind, haben die älteren Frauen an diesem Tag offenbar anderes zu tun, als vor dem Computer zu sitzen. Nichtsdestotrotz erklären die «Cybergirls» der heute einzigen Besucherin geduldig die Grundbegriffe der virtuellen Welt. «Nicht alle können gleich viel. Manche wissen noch nicht, wo man den Computer startet», erzählt Ruggli. Die Arbeit macht sie seit knapp zwei Jahren. Die meisten Frauen seien extrem wissensbegierig. Projektleiterin Diggelmann: «Die Kursteilnehmerinnen berichten oft, dass ihre Söhne einfach zu ungeduldig seien.» Gut zu unterrichten, müsse gelernt sein, so Diggelmann. Darum geniessen die «Cybergirls» eine vorgängigen Schulung. Mailen ist wichtig Caroline Ruggli spricht mit ihren Schützlingen in den gängigen Begriffen der Computerwelt. So lernen die Seniorinnen, was surfen bedeutet und wie man googelt. Der Kurs beginnt mit der Handhabung der Maus und endet mit der Einrichtung eines Email-Accounts. Die älteste Teilnehmerin sei 98 Jahre alt gewesen. Sie habe das Mailen lernen wollen, um mit ihren Verwandten in Australien in Kontakt treten zu können. «Mailen zu können, ist der Antrieb vieler Frauen», so Diggelmann. ahaDer nächste Kurs findet am 29.Mai, 5.Juni und 12.Juni statt. Er kostet 252 Franken und wird bei der Pro Senectute an der Hessstrasse (Liebefeld) durchgeführt. Infos unter 0313590303. >

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