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Junge Generation redet mit

Vor dem offiziellen Klimagipfel fand in Kopenhagen die Jugendklimakonferenz statt. Mit dabei war Hannes Spichiger aus Zollikofen. Die Leute müssen besser für das Thema Klimaerwärmung sensibilisiert werden, ist er überzeugt.

Was an der Klimakonferenz in Kopenhagen ahandelt wird, ist noch offen. Einige junge Menschen verfolgen diese Verhandlungen jedoch mit einem ganz besonderen Interesse. Denn vom 28. November bis am 4. Dezember sassen sie selbst als Delegierte in Kopenhagen – an der Jugendklimakonferenz. Hannes Spichiger aus Zollikofen ist einer von ihnen. Der 15-Jährige vertrat zusammen mit drei weiteren Jugendlichen die Schweiz. Sie haben sich auf eine Ausschreibung des Kinderhilfswerks Unicef gemeldet. Malediven direkt betroffen Spichiger hat an der Konferenz miterlebt, wie stark Jugendliche von der Klimaerwärmung betroffen sein können: «Es nahmen Leute von den Malediven an den Workshops teil. Sie rechnen damit, dass ihre Inseln in einigen Jahren nicht mehr da sein werden.» Diese Jugendlichen würden selber wenig zur Klimaerwärmung beitragen, müssten aber besonders stark darunter leiden, sagt Spichiger. Sensibilisierung ist nötig Der Gymnasiast aus Zollikofen ging ohne klare Forderungen nach Kopenhagen. Er wolle einfach genau hinhören und viele Inputs mit nach Hause nehmen, sagte er kurz vor der Abreise. Aktionen im Stil der Umweltorganisation Greenpeace lehne er ab. Auch sonst war Spichiger bis anhin nicht in einer Umweltschutzorganisation aktiv. Nach der Rückkehr in die Schweiz, sind seine Vorstellungen präziser. Für ihn ist jetzt klar, dass es Sensibilisierungskampagnen braucht. Konkreter sind auch die Resultate, welche die Jugendlichen aus der ganzen Welt in Kopenhagen vorlegten. Sie haben an der Kinderklimakonferenz eine Broschüre erarbeitet. Diese enthält Empfehlungen für die grossen Player der laufenden Klimakonferenz. «Wir möchten, dass mehr Geld für die Entwicklung und Einführung von erneuerbaren Energien eingesetzt wird», sagt Hannes Spichiger. Wichtig sei auch, dass genügend Trinkwasser für alle da sei. Dieses Problem werde sich bei einer weiteren Klimaerwärmung drastisch verschärfen, ist er überzeugt. Eine Empfehlung ist ihm besonders stark in Erinnerung: «Es soll überall möglich sein, auf das Auto zu verzichten.» In der Schweiz sei dies ja schon jetzt der Fall und er selber werde wann immer möglich ohne Auto auskommen. «Der Mensch ist ein Egoist» Spichiger plädiert für mehr gegenseitige Toleranz. «Das Problem ist, dass der Mensch ein riesiger Egoist ist», sagt er. Und er ist überzeugt, dass jüngere Menschen sensibilisierter auf Veränderungen des Klimas reagieren. «Sie werden aber mit den, von der älteren Generation gemachten Problemen leben müssen». Es gelte nun, Verantwortung für den Planeten Erde zu übernehmen und sorgsam mit der Natur umzugehen. «Das ist unsere Existenzsicherung», fügt er an. Ursula Grütter >

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