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Junge Steffisburger halfen den ärmsten Kindern Europas

Moldawien ist ein völlig verarmtes Land. Elf Steffisburger Jugendliche reisten dorthin, um sich um Heimkinder zu kümmern.

Die heutigen Jugendlichen prügeln sich gern, wissen nicht mehr, was Anstand ist, und sind egoistisch. Diesen Eindruck, den man vor allem aus News-Meldungen gewinnt, trifft bei Weitem nicht auf alle zu. Dass es auch anders geht, bewiesen jüngst ein paar junge Steffisburger. Sie nahmen im April an einem freiwilligen Hilfseinsatz in Moldawien teil. Vor vollen Rängen erzählten sie am Dienstagabend in der Kirche Sonnenfeld von ihren Erlebnissen. Die elf Jugendlichen verbrachten rund zwei Wochen im kleinen Land in Osteuropa. Einem Land, das etwas kleiner ist als die Schweiz und um ein Vielfaches ärmer. «Rund 70 Prozent der Bevölkerung ist arbeitslos, über die Hälfte der Männer ist alkoholsüchtig», konstatierte einer der Schüler. Viele bleibende Eindrücke Die Eindrücke, die den 15- bis 22-Jährigen entgegenschlugen, waren stark: verdorrte Felder, verarmte Familien in engen Behausungen, herumstreunende Hunde. «Wo ist hier Gott, habe ich mich gefragt», erzählte einer der Helfer. «Die Frage wurde mir beantwortet, als ich den Kindern beim Spielen zusah. Sie freuten sich überschwänglich und schienen völlig sorglos.» Die Jugendlichen halfen mit, ein Kinderheim instand zu stellen. Sie flickten den Zaun und strichen ihn grasgrün, sie gestalteten die Auffahrt neu. Vor allem aber kümmerten sie sich um die Bewohner. Sie spielten Theater und Spiele, sangen und lasen aus der Bibel vor, kochten und nahmen die Kinder mit in einen Vergnügungspark. «Wir versuchten, auf die eine oder andere Art zu kommunizieren, und irgendwie klappte es immer», erzählte eine junge Frau. Nicht das letzte Mal Die engagierten jungen Menschen, die sich durch die Jugendgruppe Alive der Kirchgemeinde Steffisburg kennen, reisten nicht allein ins rund 1200 Kilometer entfernte Moldawien. Begleitet hat sie unter anderem der Pfarrer Kurt Bienz. Er zieht ein durchwegs positives Fazit: «Trotz Sprachbarrieren verlief alles gut, die Jugendlichen haben sich unglaublich engagiert!» Den Einsatz organisierten sie zusammen mit dem christlichen Hilfswerk Bibel-Mission, das sich die Unterstützung der Menschen in Moldawien auf die Flagge geschrieben hat. Die Kirchgemeinde Steffisburg finanzierte einen Teil der Reise. Den Rest steuerten die Jugendlichen selbst bei. Für Kurt Bienz ist klar: «Das war nicht der letzte Einsatz in Moldawien.» Christoph Kummer •www.bibel-mission.ch >

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