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Kältester Januar seit 1987

Die Kälte hat die Schweiz im Griff: Im jurassischen La Brévine zeigte das Thermometer gestern minus

Nach einer klaren Nacht hat die Woche in der Schweiz mit eisigen Temperaturen begonnen. Laut Meteorologen hat die Schweiz gar den kältesten Morgen des Winters erlebt. Frostfrei blieben einzig die Brissago-Inseln im Lago Maggiore TI. Temperaturen wie in der Kühltruhe gab es in der Schweiz im Januar an auffällig vielen Tagen. Es war der kälteste Januar seit 1987. Den tiefsten Wert registrierte gestern Morgen mit –35,6 Grad einmal mehr La Brévine im Neuenburger Jura. Der Ort in einem abgeschlossenen Hochtal auf gut 1000 Metern über Meer erreicht im Winter nicht selten Temperaturen um die –30 Grad, was ihm dem Namen «Sibirien der Schweiz» eintrug. Aber auch in der übrigen Schweiz war es am Montagmorgen bitterkalt: Im Grossraum Bern wurden Temperaturen um –15 Grad gemessen. Derart eisig war es dort in diesem Winter noch nicht. Visp im Wallis verzeichnete nach Angaben von Meteonews –18,1 Grad, Glarus –11 Grad und die Stadt Luzern immerhin noch –10,4 Grad. Auch die Wintersportler in den Bergen mussten sich auf einen eisigen Tag einstellen. Im Berner Oberland wurden verbreitet –20 Grad gemessen. In Lenzerheide GR sank die Temperatur nach Angaben von Meteomedia auf –25,6 Grad, in Celerina im Oberengadin auf –25,3 Grad. Kalte Luft in klarer Nacht Weniger kalt war es in der Nord- und der Ostschweiz, wo dichte Wolken eine allzu starke Abkühlung verhinderten. In Basel wurden –2 Grad gemessen, in St.Gallen –8 Grad. Ebenfalls einen Wert von –8 Grad verzeichnete Genf. In Zürich zeigte das Quecksilber –5 Grad an. Die tiefsten Temperaturen werden jeweils kurz vor Sonnenaufgang gemessen. Die Ursache für die extreme Kälte war eine Kombination von mehreren Faktoren, wie SFMeteo mitteilte. Einerseits floss am Wochenende aus Norden eisige Höhenluft in die Schweiz. Anderseits lösten sich die Wolken in der Nacht auf Montag wegen eines Zwischenhochs auf. Das hatte zur Folge, dass sich der vielerorts schneebedeckte und damit bereits kalte Boden weiter abkühlte. Gefrorene Weichen Die tiefen Temperaturen von Montagmorgen brachten auch dem Bahnverkehr Probleme ein. So froren an diversen Orten im Raum Bern die Weichen ein, und es kam zu Verspätungen. «Bei derart tiefen Temperaturen kommt die Heizung nicht immer nach», sagte ein SBB-Sprecher. Heute gibt es einige sonnige Abschnitte. Danach steigen die Temperaturen: In der Nacht auf Mittwoch erreicht eine Warmfront aus Frankreich die Schweiz. Die Temperaturen klettern im Flachland auf rund 5 Grad, es regnet bis auf 800 Meter. sda>

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