Käserei-Projekt nimmt Hürde auf dem Weg zur Realisierung

Diemtigen

Das Projekt einer Naturparkkäserei auf der Ansmatte kommt voran. Die beiden Einsprachen sind zurückgezogen worden. Jetzt ist das bernische Amt für Gemeinden und Raumordnung gefordert.

Auf dem Gebiet Ansmatte im Burgholz soll die Naturparkkäserei gebaut werden.<p class='credit'>(Bild: Archiv BO/Peter Rothacher)</p>

Auf dem Gebiet Ansmatte im Burgholz soll die Naturparkkäserei gebaut werden.

(Bild: Archiv BO/Peter Rothacher)

«Wir sind natürlich erfreut über dieses positive Zeichen, und es ist auch nicht selbstverständlich, dass sie auf den Kompromiss eingegangen sind», kommentierte gestern Diemtigens Gemeindepräsident Martin Wiedmer den Entscheid der beiden Einsprecher.

Die Stiftung Landschaftsschutz und Pro Natura Bern hatten ihre Einsprachen gegen die Plan- und Baureglementsänderung der Zone mit Planungspflicht (ZPP) Naturparkkäserei zurückgezogen, wie die Gemeinde am Freitag mitgeteilt hatte.

Hecken werden gepflanzt

Die Gemeinde Diemtigen hatte sich bereit erklärt, ökologische Ersatzmassnahmen auf der Burgholzseite zwischen Bahn und Simme zu realisieren. Diese erfolgen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Naturförderung und dem Naturpark Diemtigtal. Weiter werden bei der geplanten Käserei in der Ansmatte Aufwertungen in Form von Hecken gepflanzt.

Damit eine landschaftsverträgliche und architektonisch überzeugende Gestaltung des Käsereigebäudes gefunden werden kann, wird eine begleitete Planung durch­geführt.

Nachdem die Einsprachen vom Tisch sind, ist jetzt das Amt für Gemeinden und Raumordnung am Zug, wie Wiedmer bestätigte. «Wir erwarten nun die Genehmigung der ZPP durch den Kanton und werden dann die Planung in Angriff nehmen», sagt Wiedmer.

Baubeginn soll laut dem Gemeinderatspräsidenten frühestens im Herbst sein. Die Bauzeit liegt nach wie vor bei einem bis anderthalb Jahren, sodass mit der Eröffnung der Käserei frühestens im Frühling 2019 zu rechnen ist.

Bis 20 Millionen Kilo Milch

Gebaut werden soll eine Käserei mit den Bereichen Produktion und Käsereifung. Die Käserei wird über einen publikumszugänglichen Ausstellungsraum sowie einen Käseladen und auch einen Raum verfügen, in dem Besuchergruppen mit Raclette oder Fondue verköstigt werden könnten. Auf der Ansmatte sollen dereinst 10 bis 20 Millionen Kilo Milch pro Jahr verarbeitet werden können.

Einen entscheidenden Schritt zur Realisierung der Käserei hatten die Diemtiger an der Gemeindeversammlung im Dezember getan. Dazumal sagten die Stimmbürger Ja zur Einzonung der Ansmatte und stimmten auch dem Verkauf der 12 600 Quadratmeter grossen Parzelle für 1,575 Millionen Franken.

Berner Oberländer

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