Kampf für Erhalt der Schule in Mürren

Lauterbrunnen

Sabine Wollgarten vom Hotel Pension Gimmelwald hat in den sozialen Medien eine Petition lanciert für den Erhalt des Schulstandortes Mürren. Ob die dortige Schule auch tatsächlich geschlossen werden soll, ist noch offen.

In diesem Schulhaus sollen die Schüler der Basisstufe auch in Zukunft unterrichtet werden. Dies fordert eine Petition.

In diesem Schulhaus sollen die Schüler der Basisstufe auch in Zukunft unterrichtet werden. Dies fordert eine Petition.

(Bild: Archiv BO/Ferdinand Waespe)

Mit «Dorfbewohner kämpfen um den Erhalt der Schule» titelt ­Sabine Wollgarten vom Hotel Pension Gimmelwald ihren Aufruf in den sozialen Medien und bittet um die Unterstützung ihrer Petition.

«Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden die Schulen in Stechelberg und in Gimmelwald geschlossen», schreibt sie im Petitionstext und hält weiter fest, dass dieses «Schicksal» nun auch die Basisstufe im Lauterbrunner Bezirk Mürren ereilt, «trotz gestiegener Geburtenrate».

Schule hat Schlüsselfunktion

Die Schule nehme in der Infrastruktur in Mürren sowie in ­Gimmelwald eine Schlüsselfunktion ein und trage auch dazu bei, dass Mürren ein lebendiges Dorf bleibe und nicht zu einem ­«ausschliesslichen Ferienresort» werde.

Wollgarten bittet um Unterstützung der Petition, «um die Schule Mürren zu erhalten und auch zukünftigen Kindern die Möglichkeit zu geben, an diesem besonderen Ort aufzuwachsen». Die Petitionärin war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

«Ich verstehe schon, dass die Betroffenen die Schule erhalten wollen», sagt auf Anfrage Kurt von Allmen, Gemeinderat von Lauterbrunnen und dort zuständig fürs Schulwesen. Es sei aber auch eine Tatsache, dass die Schülerzahlen in den einzelnen Bezirken der Gemeinde rückläufig seien. Deshalb habe der Gemeinderat vor rund einem Jahr eine Projektgruppe eingesetzt, die verschiedene Lösungen punkto Schulstandorte ausarbeiten soll.

Zwei Modelle

Derzeit favorisiert die Gruppe laut Gemeinderat Kurt von Allmen die beiden Modelle mit einerseits drei Standorten (Lauterbrunnen, Wengen, Mürren) und andererseits zwei Schulorten (Wengen, Lauterbrunnen). Gegenwärtig arbeite man daran, sämtliche Vor- und Nachteile der beiden Modelle zusammenzutragen und konkrete Kostenberechnungen aufzustellen.

In einem nächsten Schritt werden die Resultate dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. «Ich gehe davon aus, dass dies Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres der Fall sein wird», sagt Lauterbrunnens Schulvorsteher Kurt von Allmen. Zudem sei vorgesehen, die Bevölkerung an einem öffentlichen Informationsabend umfassend ins Bild zu setzen. Die Umsetzung des neuen Standortmodells soll fürs Schuljahr 2018/2019 erfolgen.

Laut von Allmen besuchen ­derzeit elf Kinder die Basisstufe (Kindergarten bis 2. Klasse) in Mürren.

Berner Oberländer

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