Kampfwahl und Umbruch

Hasliberg

Evelyne Gehrig und Arnold Schild kandidieren fürs Hasliberger Gemeindepräsidium. Egal, wer gewinnt, es kommt zu einem grossen Umbruch.

Kandidieren fürs Gemeindepräsidium: Evelyne Gehrig und Arnold Schild.

Kandidieren fürs Gemeindepräsidium: Evelyne Gehrig und Arnold Schild.

(Bild: PD/jor)

Samuel Günter@samuel_guenter

An der Hasliberger Gemeindeversammlung am 28. November kommt es zu einer Wahl ums Gemeindepräsidium. Für die Nachfolge von Sandra Weber kandidieren der einzige verbleibende Gemeinderat Arnold Schild und Evelyne Gehrig. Dies teilte der Gemeinderat am Freitag mit.

«Lange hat sich niemand gemeldet», meint Schild auf Anfrage dieser Zeitung. «Also habe ich mich bereit erklärt. Auch damit Bewegung in die Sache kommt.» Und dies sei erfolgreich gewesen. «Als klar war, das jemand das Präsidium übernimmt, war es einfacher, Leute für den Gemeinderat zu gewinnen.»

Schild selbst ist seit zwei Jahren im Rat. «In dieser Zeit haben wir viele Projekte aufgegleist. Umso wichtiger ist, das jemand dabei bleibt, der die Übersicht hat.» Er habe das Präsidialamt nicht gesucht, sei aber bereit, es zugunsten von Hasliberg zu übernehmen.

Bis vor kurzem sah es so aus, als kandidierte nur Schild. Er findet es aber begrüssenswert, dass noch eine zweite Person den Hut in den Ring warf. «So haben die Stimmbürger eine echte Wahl.»

Etwas zurückgeben

«Ich engagiere mich gerne», erklärt Evelyne Gehrig ihre Motivation. Es sei wichtig, nicht nur über Dinge zu sprechen, sondern sie zu tun. Sie habe vor 30 Jahren in Meiringen im Tourismus gearbeitet. «Die Region liegt mir am Herzen, und wegen meiner Kinder bin ich schliesslich zurückgekehrt. Nun ist es an der Zeit, auch etwas zurückzugeben.»

Grosser Umbruch

Während es zur Wahl ums Präsidium kommt, sind die neuen Gemeinderäte still gewählt. Es sind dies Pia Huber, Martin Müller und Andreas Zenger. Ob damit der Gemeinderat wieder komplett ist, ist noch offen. Bei einer Wahl von Evelyne Gehrig würde Schild, dessen Amtszeit als Gemeinderat noch zwei Jahre dauert, das fünfköpfige Gremium komplettierten. Falls er als Gemeindepräsident gewählt würde, bliebe ein Sitz vakant. «In dem Fall würde für den freien Sitz eine weitere Wahl angeordnet», erklärt Gemeindeschreiberin Monika Wehren.

Egal, wer das Rennen ums Präsidium macht, steht Hasliberg vor einem grösseren Umbruch, geht doch mit Präsidentin Sandra Weber, mit Katharina Nägeli, Therese Steudler und Fritz Kuster viel Wissen und Erfahrung verloren. Zumindest finanziell scheint die Gemeinde aber gut auf Kurs. Im Juni konnte der Gemeinderat der Gemeindeversammlung eine erfreuliche Rechnung vorweisen, die beim Steuerhaushalt mit einem Plus von über einer halben Million Franken abschloss.

Berner Oberländer

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