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Kandersteger bleiben auf Kurs

TourismusTrotz leicht gesunkener Übernachtungszahlen ist man in Kandersteg zuversichtlich: Mit neuen Projekten soll der Ort in den Bergen für die internationalen Gäste noch attraktiver werden. «Enjoy Switzerland» trägt viel dazu bei.

«Die Zahl der Logiernächte ist im vergangenen Jahr zwar um 3,3 Prozent gesunken, im Schnitt der letzen zehn Jahre gehört das Ergebnis aber trotzdem zu den besseren», erklärte die Präsidentin Mädi Wyss an der Versammlung von Kandersteg Tourismus. 2010 wurden gesamthaft 265364 Übernachtungen gezählt (Vorjahr 274412). Negativ ausgewirkt haben sich das Wetter und vor allem der ungünstige Wechselkurs (Euro, Dollar und Pfund). «Die Engländer machen bei uns zum Beispiel gut 40 Prozent des Gästesegments aus», erklärte Wyss, die Schweizer kommen dagegen hauptsächlich als Tagesgäste.» Beim vielseitigen Angebot der Kandersteger stach im letzten Jahr das Projekt «Belle Époque» heraus, das ein internationales Medienecho auslöste. «Dieser farbige Tupfer schweisste das Dorf enger zusammen. Und der daraus resultierende Gemeindebeitrag von 50000 Franken für die kommenden zwei Jahre werten wir als behördliches Bekenntnis zu den Aufgaben des Tourismus», bedankte sich Wyss. Die Zukunft im Visier Nach dem Rückblick in die «guten alten Zeiten» konzentriert sich Kandersteg Tourismus im neuen Geschäftsjahr auf die Zukunft: Mit dem zweijährigen Mitmachen bei «Enjoy Switzerland» wurde unter anderem der Internetauftritt komplett neu gestaltet. «In Zusammenarbeit mit Kandertal Tourismus haben wir auch verschiedene Zertifizierungen erfolgreich bestanden», bestätigte Geschäftsführerin Doris Wandfluh. Und Kandertal Tourismus wird nun einen Projektleiter anstellen, der das «Infocenter Mülenen», das «Haus des Gastes» und die «Aufwertung des Dorfzentrums» der Realisierung zuführen soll. An der Versammlung wurde zudem orientiert, dass diverse Wanderprojekte «auf gutem Weg» seien. Die Sunnbüelbahn will ihre Bike-Downhill-Strecke realisieren. Auch für die neue nordische Sprungschanze scheint die Finanzierung zu klappen: Die Initianten wollen das Baugesuch demnächst einreichen. Bei einem Baubeginn im Frühling 2012 soll die Anlage im selben Jahr für den Start in die Wintersaison zur Verfügung stehen. Den Marsch geblasen An der Versammlung von Kandersteg Tourismus wurde Yvonne Gafner in Abwesenheit aus dem Vorstand verabschiedet. Sie hatte wegen erneuten Nachwuchses demissioniert. Musikalisch unterhielt die Musikgesellschaft Kandersteg die Touristiker. Das heute Samstag am «Eidgenössischen» in St.Gallen in der Kategorie Brass Band 3.Stärkeklasse antretende Korps spielte unter Leitung von Anton Zindato einen Marsch sowie das Selbstwahlstück «Cambridgeshire Impressions» und das Aufgabenstück «To the Summits». Touristisch breit vernetzt Jerun Vils, Geschäftsführer von Kandertal Tourismus, betonte die Wichtigkeit der Angebotsvernetzung. «Unsere Destination ist eigentlich zu klein, wir müssen Partner suchen.» Er zeigte auf, wie man sich mit Nachbardestinationen sowie Schweiz Tourismus international engagiert. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Kanton sich künftig finanziell beim Basismarketing beteilige. Vils wies auch auf die Bedeutung des Flughafens Belp hin, über den zunehmend Touristen ins Oberland kommen. Mit «Enjoy Switzerland» seien 60000 Franken in den Internetauftritt investiert worden. «Die Tatsache, dass dort täglich über tausend Besucher registriert werden, zeigt die Wichtigkeit dieser Plattform auf.» Peter Rothacherwww.kandersteg.ch >

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