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61 Straftaten in zwei Jahren - Junger Türke muss Schweiz verlassen

Weil er innert zwei Jahren 61 Straftaten begangen hat, muss ein türkisch-stämmiger Secondo die Schweiz verlassen. Das Berner Verwaltungsgericht wies eine Beschwerde des 25-Jährigen ab.

Das Berner Verwaltungsgericht hat entschieden: Ein 25-jähriger Secondo muss die Schweiz verlassen.
Das Berner Verwaltungsgericht hat entschieden: Ein 25-jähriger Secondo muss die Schweiz verlassen.
Keystone

Ein türkisch-stämmiger Secondo muss die Schweiz verlassen, weil er innert zwei Jahren 61 Straftaten begangen hat. Das entschied das bernische Verwaltungsgericht und wies eine Beschwerde des 25-jährigen Mannes ab.

Das Obergericht hatte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten verurteilt. Die kantonalen Behörden widerriefen darauf die Niederlassungsbewilligung. Nach der Entlassung aus dem Strafvollzug beziehungsweise nach der Beendigung der angeordneten Massnahme müsse der Mann das Land verlassen.

Dagegen wehrte sich der türkische Staatsangehörige erfolglos, wie aus dem am Dienstag publizierten Urteil hervorgeht. Die meisten der 61 Straftaten seien Gewaltdelikte gewesen - darunter Körperverletzung, Raub und Brandstiftung. Das zeuge von einer beträchtlichen kriminellen Energie.

Zwar habe er die Taten mehrheitlich als Jugendlicher begangen. Doch angesichts des schweren Verschuldens überwiege das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung.

Dem Mann war als 18-Jähriger eine Persönlichkeitsstörung, eine Cannabis-Abhängigkeit sowie schädlicher Kokain- und Alkoholkonsum diagnostiziert worden. Laut Gericht machte er in der Therapie zwar Fortschritte, ist aber weiterhin rückfallgefährdet - zumal er auch im Massnahmenvollzug wiederholt gegen Regeln verstiess.

Rückkehr zumutbar

Zu Recht habe die bernische Polizei- und Militärdirektion auf eine gescheiterte Integration geschlossen, hält das Verwaltungsgericht fest. Die Rückkehr in die Türkei sei durchaus zumutbar.

Zwar habe er nie dort gelebt, doch verbinde ihn mit seinem Heimatland recht viel. So vertrete er nach eigenen Angaben traditionelle türkische Werte, wie zum Beispiel eine Tätowierung zeige.

In der Türkei könne er eine gemeinsame Zukunft mit seinem Cousin planen, der einst sein Komplize war und laut Gericht nach wie vor ein enger Vertrauter ist. Allerdings sei der Cousin neulich erneut verhaftet worden, räumt das Gericht ein.

SDA/chh

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