Zum Hauptinhalt springen

Allemanns Stresstest

Ein Kommentar von Philippe Müller, Leiter Ressort Kanton, zur Nomination von Evi Allemann zur SP-Regierungsratskandidatin.

Die nächste SP-Regierungsrätin heisst Evi ­Allemann. Wer das sieben Monate vor den kantonalen Wahlen behauptet, muss kein Prophet sein. Denn aus heutiger Sicht wird es für die SP im nächsten Frühling eine Formsache sein, den Sitz der abtretenden Barbara Egger zu verteidigen.

Die Bürgerlichen blasen nicht zum Angriff,sondern wollen lediglich ihre vierköpfige Mehrheit behaupten. Und Allemann ist zu bekannt im ganzen Kanton und zu gut vernetzt, als dass sie durch die beiden Kandidaten von GLP und EVP ernsthaft ins Schlingern geraten könnte.

Nach zu erwartender Wahl wird die Arbeit im Berner Regierungsrat für Evi Allemann zum ersten richtigen Stresstest ihrer Bilderbuchkarriere. Führungserfahrung hat sie bisher vor allem als Präsidentin des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) gesammelt, wo sie von Gleichdenkenden umgeben war. Klar trug sie für den VCS diverse Konflikte aus. Jetzt aber wartet ein Haifischbecken auf sie.

Sollte sie wie erwartet die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion übernehmen, wird sie sich mit teils heftigen Angriffen von allen Seiten konfrontiert sehen. Sie wird beweisen müssen, dass sie, die bis jetzt allenthalben als angepasst und nett gilt, auch die Krallen ausfahren kann. Wenn nötig auch gegen ihre Weggefährten des VCS.

philippe.mueller@bernerzeitung.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch