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Als im Kanton Bern Kinder wegen Hexerei bestraft wurden

Die 18-jährige Geschichtsstudentin Anna Katharina Funk aus Jegenstorf deckt in ihrer Maturaarbeit über Kinderhexenprozesse im Kanton Bern eine willkürliche Gerichtspraxis gegen sozial auffällige Jugendliche auf.

Forscherin Anna Katharina Funk aus Jegenstorf mit ihrer ausgezeichneten Maturaarbeit.
Forscherin Anna Katharina Funk aus Jegenstorf mit ihrer ausgezeichneten Maturaarbeit.
Riechsteiner Fotografie / zvg

Es geschah vor fast genau 400 Jahren, als das Chorgericht der Stadt Bern am 11. Januar 1620 mit den Verhören begann, die dem 17 oder 18 Jahre jungen Stäffan Öler aus dem Seeländer Dorf Leuzigen das Leben retten sollten. In den Wochen zuvor hatten die lokalen Richter von Büren an der Aare den Jugendlichen brutal an den Armen und Beinen aufziehen lassen. Unter der Folter sollte er zugeben, dass er selber und seine Mutter böse Zauberei betrieben hatten. Öler gestand.

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