Am Gymnasium Hofwil wird kein politisches Exempel statuiert

Kanton Bern

Der bernische Grosse Rat hat einen Projektierungskredit für sechs Millionen Franken für das Gymnasium Hofwil bewilligt.

Das Gymnasium Hofwil wurde in den 1980er-Jahren letztmals saniert (Archivbild).

Das Gymnasium Hofwil wurde in den 1980er-Jahren letztmals saniert (Archivbild).

(Bild: Urs Baumann)

Chantal Desbiolles

Grosser Rat Der «Höfu» wird endlich saniert, umgebaut und erneuert. Nachdem der Grosse Rat das Geschäft während der letzten Session zurückgewiesen hatte, fand der 6-Millionen-Kredit für die Projektierung der Ar­beiten gestern eine Mehrheit.Allerdings erst nach langer Diskussion. Denn die Fraktionen verschafften ihrem Unmut über die Priorisierung der Investitionen Luft und liessen damit er­ahnen, wie hitzig die Diskussion um den Investitionsfonds nächste Woche geführt werden wird.

Dennoch mochte eine Mehrheit nicht so weit gehen, das Gymnasium erneut auf die lange Bank zu schieben. Der Rückweisungsantrag der Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BAK) blieb chancenlos, auch wenn er von den Fraktionen von FDP und GLP mitge­tragen wurde. BAK-Präsident Daniel Klauser erklärte die Forderung damit, dass der Kanton erst die Finanzierbarkeit und die Reihenfolge der Investitionen klären müsse. «Die Regierung hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht», schalt Klauser.

Auch wenn ihm viele zustimmten, so waren sie doch nicht bereit, am «Höfu» ein Exempel zu statuieren. Es könne doch nicht sein, dass diese Auseinandersetzung auf dem Rücken unbeteiligter Schülerinnen und Schüler ausgetragen werde, monierte etwa Martin Aeschlimann seitens der EVP.

Im Juni 2022 will die Regierung dem Grossen Rat den Kredit für die bis dahin geplanten Arbeiten vorlegen. Aktuell geht der Kanton von Kosten im Umfang von rund 60 Millionen aus. Anschliessend wird das Gymnasium Hofwil bis 2025 umgebaut und erweitert.

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