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Auffallen um jeden Preis

Politiker, die gewählt werden wollen, buhlen um Aufmerksamkeit. Ihre Auftritte nehmen zuweilen groteske Formen an. Doch die Wissenschaft bestätigt sie in ihrem Tun.

Nicht jeder öffentliche Auftritt kommt an: SVP-Regierungskandidat Manfred Bühler (Mitte) mit Cartoon, der Jurassier als Mafiosi abqualifiziert.
Nicht jeder öffentliche Auftritt kommt an: SVP-Regierungskandidat Manfred Bühler (Mitte) mit Cartoon, der Jurassier als Mafiosi abqualifiziert.
Stéphane Gerber
Die Freisinnige Claudine Esseiva liess sich  für den Nationalratswahlkampf 2011 zwar  sittlich zurückhaltend, aber trotzdem oben ohne auf einem Plakat abbilden.
Die Freisinnige Claudine Esseiva liess sich für den Nationalratswahlkampf 2011 zwar sittlich zurückhaltend, aber trotzdem oben ohne auf einem Plakat abbilden.
zvg
Christoph Neuhaus (SVP) – als amtierendes Regierungsmitglied im Wahlkampf naturgemäss etwas zurückhaltender – lässt sich dazu «überreden», Jurymitglied zu werden bei den Miss-Bern-Ost-Wahlen 2014.
Christoph Neuhaus (SVP) – als amtierendes Regierungsmitglied im Wahlkampf naturgemäss etwas zurückhaltender – lässt sich dazu «überreden», Jurymitglied zu werden bei den Miss-Bern-Ost-Wahlen 2014.
Urs Baumann
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«Sieh zu, dass dein ganzer Wahlkampf eine brillante, glänzende und populäre Show ist, die grösste Aufmerksamkeit erzielt.» Dies riet, zeitgemäss übersetzt, Quintus Tullius Cicero seinem Bruder Marcus, als sich dieser im Jahre 64 vor Christus als römischer Konsul bewarb. Daran hat sich nichts geändert: In Österreich rief dieses Jahr ein Rap auf, den FPÖ-Spitzenkandidaten H.C. Strache ins Parlament zu wählen: «Steht auf, wenn ihr für HC seid!» textete ein schwarz bebrillter Musiker, der wenig mit einem Rapper gemein hatte.

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