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Bedenkliche Diskussionskultur an der Berner Lehrerschmiede

Der Präsident des grössten Lebensmittelkonzerns der Welt und des grössten Industrieunternehmens der Schweiz hätte nächsten Montag in Bern auftreten sollen. Dann wurde er wieder ausgeladen.

Es wäre ein nicht alltägliches Ereignis gewesen. Der Präsident des grössten Lebensmittelkonzerns der Welt und des grössten Industrieunternehmens der Schweiz hätte nächsten Montag in Bern auftreten sollen. Doch es kam anders: Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck hat unverhofft einen freien Abend. Die Veranstalter haben ihn letzten Dienstag kurzfristig ausgeladen, weil gegen sein Referat Kritik laut wurde.

Das ist zuallererst ein ziemlicher Affront gegen jemanden, der eine gut gefüllte Agenda hat und unter Verzicht auf ein Honorar in Bern aufgetreten wäre. Vor allem aber wirft es ein ganz schiefes Licht auf die Veranstalter – und die sind nicht irgendwer. Eingeladen wurde Brabeck nämlich von der Pädagogischen Hochschule (PH). 50 Mitarbeitende und rund 50 Studierende haben die Absage der Veranstaltung gefordert, darunter tatsächlich ein Ethikprofessor. Zudem haben globalisierungskritische Organisationen Proteste angekündigt. Das liess die PH-Leitung einknicken.

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