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Beherbergungsabgabe steigt von 60 Rappen auf 1 Franken

Wer im Kanton Bern gegen Entgelt Gäste beherbergt, muss ab dem 1. November dieses Jahres dem Kanton Bern eine Beherbergungsabgabe von einem Franken pro Übernachtung abliefern. Bisher betrug die Abgabe 60 Rappen.

Auch Jugendherbergen wie diese in Langnau müssen die Beherbergungsabgabe entrichten.
Auch Jugendherbergen wie diese in Langnau müssen die Beherbergungsabgabe entrichten.
Thomas Peter

Die Kantonsregierung wollte die ursprünglich vor allem der Tourismuswerbung dienende Abgabe auf 1.20 Franken verdoppeln. Nach der Konsultation der Betroffenen hat sie sich nun für eine weniger starke Erhöhung entschieden, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Die Beherbergungsabgabe ist nicht zu verwechseln mit der Kurtaxe. Alle Betriebe wie Hotels, Pensionen und Jugendherbergen, aber auch SAC-Hütten, Pfadiheime und Naturfreundehäuser müssen diese Abgabe entrichten. Die Erhöhung der Beherbergungsabgabe spült dem Kanton 6,2 Millionen Franken statt wie bisher 3,7 Millionen Franken in die Kasse. Das Geld setzt der Kanton für die allgemeine, destinationsübergreifende Marktbearbeitung sowie für ausgewählte Gemeinschaftsprojekte ein. Die touristischen Destinationen werden so entlastet.

Grundlage für die Beherbergungsabgabe ist das Tourismusentwicklungsgesetz, das der Grosse Rat im vergangenen November abgeändert hat. Da die Referendumsfrist unbenutzt verstrichen ist, hat die Kantonsregierung die Änderungen auf den 1. Juli 2012 in Kraft gesetzt.

Auch 9 Millionen Franken aus Staatskasse bewilligt

Bei der Behandlung im Grossen Rat stellte die Regierung in Aussicht, dass sich der Kanton in gleichem Rahmen wie die Branche an der Verstärkung des Marketings finanziell beteiligt. Bern will seinen Rückstand im Vergleich mit anderen Tourismuskantonen wie Wallis und Graubünden verkleinern.

Die Kantonsregierung hat nun einen Rahmenkredit von neun Millionen Franken für die gemeinsamen Aufgaben in der Marktbearbeitung bewilligt. Dieses Geld wird in den Jahren 2012 bis 2015 an die noch zu gründende Marketing Kanton Bern AG fliessen.

Nach diesen Beschlüssen des Regierungsrats stehen den Destinationen und der Marketing AG ab 2013 50 Prozent mehr Mittel für das touristische Marketing zur Verfügung als im laufenden Jahr.

SDA/dln

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