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Bei der Berner Fachhochschule gehen gleich drei Führungsleute

Der Rektor der Berner Fachhochschule (BFH), Rudolf Gerber, gibt sein Amt Ende Mai 2013 ab. Er lässt sich frühzeitig pensionieren und will mit diesem Schritt auch die personelle Erneuerung der BFH-Führung erleichtern.

Rudolf Gerber, der Direktor der Berner Fachhochschulen, tritt nächstes Jahr zurück.
Rudolf Gerber, der Direktor der Berner Fachhochschulen, tritt nächstes Jahr zurück.
Beat Mathys

Gerber erfülle sich mit seiner frühzeitigen Pensionierung einerseits einen persönlichen Wunsch, sagte Schulratspräsident Georges Bindschedler am Montag an der Jahresmedienkonferenz der BFH in Bern. Andererseits wolle der Rektor mit seinem frühzeitigen Rücktritt die personelle Erneuerung der BFH-Leitung erleichtern.

2004 sei nämlich der Schulrat der BFH vollständig neu zusammengesetzt worden, sagte Bindschedler. Ohne Wechsel stünde folglich wegen Vorschriften zur Amtszeitbeschränkung 2016 - nach drei Amtsperioden - erneut ein grosser Wechsel an.

Allerdings sind drei Mitglieder bereits ersetzt worden und auch die Vertretung der Studierenden im strategischen Führungsorgan der BFH hat natürlich im Lauf der Jahre geändert. Sie kann drei von 15 Sitzen besetzen. Bindschedler will aber «nach heutigem Kenntnisstand» bis 2016 im Amt bleiben, wie er am Montag sagte.

Der heute 61-jährige Gerber verhindert nun mit seinem frühzeitigen Abgang den Doppelrücktritt Rektor/Schulratspräsident.

In Pension gehen im Frühling 2013 auch der Direktor der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften, Alfred Buess, und im Sommer 2013 der Vorsteher des Departements Architektur, Holz und Bau, Heinz Müller. Die drei frei werdenden Stellen werden in den kommenden Monaten gestaffelt ausgeschrieben und besetzt.

BFH möchte Berner Ausbildungsstätten in Bern lassen

Thema an der Jahresmedienkonferenz war auch der Grundsatzentscheid des bernischen Grossen Rats vom März dieses Jahres zu den künftigen Standorten der BFH. Das Kantonsparlament entschied, die Regierung mit dem Bau eines neuen Campus Technik in Biel zu beauftragen. Er soll heutige Ausbildungsstätten in Biel und Burgdorf ersetzen.

Über diesen Entscheid freut sich die BFH-Spitze nach wie vor, wie Bindschedler am Montag klar machte. Er sagte aber auch, die BFH sei nur «halbherzig interessiert» an der vom Grossen Rat ebenfalls geforderten Verlagerung von Berner BFH-Ausbildungsstätten nach Burgdorf. «Kaum ein Fachbereich ist für den Umzug geeignet.»

Momentan liege der BFH kein Auftrag im Zusammenhang mit diesen Verlagerungsplänen vor, sagte Rektor Gerber. Der Ball liege bei der kantonalen Bau- und der kantonalen Erziehungsdirektion. Die BFH ist heute auf 39 Gebäude an 26 Standorten verzettelt. Für sie ist eine Konzentration auf wenige Standorte «unerlässlich».

Neuer Masterstudiengang

Im Jahr 2011 hat die BFH immerhin zwei Zusammenführungen vornehmen können, wie aus dem am Montag vorgestellten Tätigkeitsbericht hervorgeht. So hat die Hochschule der Künste die performativen Studiengänge in der Bieler Burg konzentriert. Und der Fachbereich Gesundheit befindet sich seit Herbst nur noch an zwei Standorten in Bern.

Die BFH bietet heute 28 Bachelor- und 20 Masterstudiengänge an. Im Herbst kommt ein konsekutiver Masterstudiengang in Wirtschaftsinformatik dazu. Der Regierungsrat hat dafür grünes Licht gegeben.

SDA/cls

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