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«Bern erneuerbar»: Regierung unterstützt neu Gegenvorschlag

Die rot-grün dominierte bernische Kantonsregierung hegt Sympathie für einen von der FDP lancierten Gegenvorschlag zur Initiative «Bern erneuerbar» der Grünen. Sie hat am Donnerstag mitgeteilt, sie werde im September diesen Gegenvorschlag unterstützen.

Initiative und Gegenvorschlag sollen nächstes Jahr vors Volk kommen.
Initiative und Gegenvorschlag sollen nächstes Jahr vors Volk kommen.
Keystone

Die kantonale Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sagte am Donnerstag auf Anfrage, inhaltlich unterschieden sich die Initiative und der Gegenvorschlag ausser bei den Fristen nicht. Weil der Regierungsrat den Gegenvorschlag für einfacher umzusetzen halte, habe er sich für ihn ausgesprochen.

Im September geht es aber erst um die erste Lesung des Gegenvorschlags. Der Grosse Rat kann ihn ablehnen oder der Initiative gegenüberstellen. Im November werde die Regierung, so Egger weiter, anlässlich der zweiten Lesung der Initiative erneut Stellung nehmen müssen zur Initiative und zum Gegenvorschlag - falls es beide dann noch gibt.

Gestaffelte Ziele vs. alles innert 30 Jahren

Die 2009 eingereichte Initiative «Bern erneuerbar» der Grünen will, dass im Kanton Bern ab 2025 der gesamte Strombedarf zu mindestens 75 Prozent und ab 2035 zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt wird.

Der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser von bestehenden Gebäuden ist ab 2025 zu mindestens 50 Prozent durch erneuerbare Energien zu decken. Ab 2035 soll dies zu mindestens 75 Prozent und ab 2050 zu 100 Prozent der Fall sein. Für neue Gebäude dürfen nur erneuerbare Energien zur Anwendung kommen.

Grossrat mit Gegenvorschlag

Die zuständige Grossratskommission schlägt hingegen im Gegenvorschlag vor, dass die Ziele bezüglich Stromversorgung, Heizung und Warmwasser grundsätzlich innert 30 Jahren zu erreichen sind. Die Kommission wurde im Juni dieses Jahres vom Grossen Rat mit der Ausarbeitung eines Gegenvorschlags beauftragt.

Insbesondere die FDP machte sich bei der Beratung der Initiative im Grossen Rat für einen Gegenvorschlag stark.

SDA/bs

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