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Bern muss bald weniger an Sozialhilfe zahlen

Der Heimatort verliert weiter an Bedeutung. Seit Dienstag muss er nicht mehr für seine Sozialhilfeempfänger aufkommen, die in anderen Kantonen wohnen. Warum das Bern ganz besonders freut.

Weil die Heimatorte nicht mehr für ihre Sozialhilfeempfänger aufkommen muss, wird die Berner Sozialhilfe künftig um mehr als fünf Millionen entlastet.
Weil die Heimatorte nicht mehr für ihre Sozialhilfeempfänger aufkommen muss, wird die Berner Sozialhilfe künftig um mehr als fünf Millionen entlastet.
Walter Pfäffli

Der Heimatort ist eine Schweizer Spezialität. Während fast alle anderen Länder im Pass den Geburtsort aufführen, gibt die Eidgenossenschaft den Ort der Ahnen an – auch Bürgerort genannt. Heimat wird hierzulande also vererbt, in der Regel durch den Vater, durch Heirat oder durch Einbürgerung.

Die meisten Schweizerinnen und Schweizer verbindet nicht sehr viel mit ihrer amtlichen Heimat. Im Alltag spielt sie fast keine Rolle mehr. Und nun verliert sie auch noch ihre letzte wichtige Funktion: Bis anhin musste der Heimatkanton seine Bürgerinnen und Bürger unterstützen, wenn diese hilfsbedürftig wurden und noch keine zwei Jahre in ihrem Wohnkanton lebten.

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