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Berner fahren am liebsten mit dem Auto an die Aare

Der grösste Teil der Besucher fährt mit dem Auto an die Aare. Boot fahren oder Aareschwimmen sind die weitaus beliebtesten Aktivitäten, der Abfall der grösste Störfaktor. Das ergab eine Besuchererhebung im Aareraum zwischen Thun und Bern.

Baden und Böötli fahren sind die liebsten Beschäftigungen: Menschen an der Aare beim Schönausteg.
Baden und Böötli fahren sind die liebsten Beschäftigungen: Menschen an der Aare beim Schönausteg.
Beat Mathys

Im Rahmen des Projekts «Aarewasser» fanden diesen Sommer erstmals systematische Besuchererhebungen an der Aare statt, wie der Kanton Bern am Mittwoch mitteilt. An sieben Standorten wurden an einem Wochentag und an zwei Wochenendtagen die Anzahl Besucherinnen und Besucher und ihr Verhalten erfasst. Zudem wurden insgesamt 500 Interviews geführt. Eine der zentralen Herausforderungen des Projekts sei es, die Anliegen der Naherholung mit denjenigen des Naturschutzes zu vereinbaren.

Die Daten von diesem Sommer zeigen beispielsweise, dass der grösste Teil der Aarebesucher mit dem Auto oder Motorrad anreist. Nur wenige gelangen zu Fuss an die Aare. Noch seltener werden auf dem Weg zum Fluss die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad benutzt. Der weitaus grösste Teil der Befragten geht an die Aare, um Erholung in der Natur zu suchen. Sportliche Aktivität und Hunde spazieren führen sind weitere Gründe, warum die Menschen an die Aare gehen.

2000 auf oder in der Aare

Fast so begehrt wie das Spazieren und Wandern entlang der Aare ist das Velofahren auf den Uferwegen. Mit Abstand am meisten Personen aber wurden auf Booten registriert. Von den über 3000 erfassten Besucherinnen und Besuchern, die sich an einem schönen Sonntagnachmittag zur selben Stunde an der Aare aufhielten, befanden sich mehr als 2000 auf oder in der Aare. Je rund 300 waren mit dem Velo und zu Fuss unterwegs, aber auch 170 Rastende und 70 Spaziergänger mit Hund erholten sich gleichzeitig an der Aare.

Bei der grossen Anzahl an Nutzern erstaune es nicht, dass auch gewisse unerwünschte Nebeneffekte entstehen, schreibt der Kanton Bern. So wird selbst der Abfall als grösster Störfaktor empfunden. Als weitere, bedeutende Störungen werden der Lärm der Autobahn, rücksichtslose Velofahrerinnen und Velofahrer, die Anzahl Personen und freilaufende Hunde erwähnt. Interessantes Detail: Obwohl der Raum der Aare mehrheitlich als qualitativ hochwertiges Naturgebiet wahrgenommen wird, ist sich die grosse Mehrheit der Befragten nicht bewusst, dass sie sich ab Heimberg in Richtung Bern in einem Naturschutzgebiet befindet.

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