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Berner FDP verkleinert ihre Führungsriege

Die Berner FDP gibt sich schlankere Strukturen. Die Parteileitung umfasst neu nur noch elf Personen statt wie bisher 32. Davon erhofft sich Parteipräsident Pierre-Yves Grivel mehr Schlagkraft.

Berner FDP-Präsident Pierre-Yves Grivel will eine schlankere Parteiführung.
Berner FDP-Präsident Pierre-Yves Grivel will eine schlankere Parteiführung.
Keystone

Der Parteileitung habe es in den letzten Jahren manchmal in der Tat etwas an Schwung gefehlt, stellte FDP-Fraktionschef Adrian Kneubühler fest. Die Fraktion sei ja so etwas wie die Speerspitze der Partei. Doch damit der Speer auch weit genug fliege, brauche es eben Schwung von der Parteileitung.

Für diesen Schwung sollen nun Grossrat Philippe Müller, der Jungfreisinnige Patrick Minder, die Vertreterin der FDP Frauen, Ines Röthlisberger und die weiteren Mitglieder der Parteileitung sorgen.

Wichtig sei ihm eine gute Durchmischung seiner Mannschaft, betonte der als sehr sportlich geltende Parteipräsident Grivel. Mit an Bord habe er Jung und Alt, Frauen und Männer, Personen aus allen Regionen des Kantons.

Die Mitglieder seiner Elf mussten anschliessend in einem symbolischen Akt ihre Namen auf einem Fussball verewigen. Als Vizepräsidenten der Kantonalpartei wurden Ines Röthlisberger und Philippe Müller gewählt.

Nein zu fairen Steuern für Familien

Neben der Neubesetzung der Parteigremien fassten die Delegierten auch Parolen zu zwei kantonalen Abstimmungsvorlagen vom 23. September. Mit grossem Mehr sagten die Delegierten Ja zur Förderung von Gemeindezusammenschlüssen. Diese Vorlage ermöglicht es dem Kanton, Gemeinden unter gewissen Voraussetzungen zu einer Fusion zwingen zu können.

Nein sagten die Delegierten zur Initiative «Faire Steuern für Familien». Diese Initiative will 2009 gewährte Steuersenkungen rückgängig machen und die Pauschalbesteuerung reicher Ausländer abschaffen.

Der Initiative steht ein moderaterer Gegenvorschlag gegenüber. Dabei werden die Steuersenkungen nicht rückgängig gemacht. Bei der Pauschalsteuer sollen mindestens 400'000 Franken Einkommen versteuert werden müssen. Diesem Gegenvorschlag stimmten die Delegierten zu.

Bei der Vorlage zur Motorfahrzeugsteuer bleibt die FDP bei der bereits gefassten Parole: Ja zur Ecotax-Vorlage des Grossen Rates und Nein zu einer massiven Senkung der Motorfahrzeugsteuern, wie sie ein Volksvorschlag will.

SDA

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